2,4 Millionen Euro Corona-Hilfe zusätzlich für Staatstheater

Sachsens Staatstheater bekommen eine weitere Corona-Hilfe vom Freistaat in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Das Kabinett habe dem zugestimmt, um die erneut hohen Verluste von Staatsoper und -schauspiel auszugleichen, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) am Dienstag in Dresden. Die Deckungslücke konnte nicht wie 2021 durch Kurzarbeitergeld ausgeglichen werden, da der Spielbetrieb bis Mitte Januar eingestellt und die Platzkapazität bis Juli reduziert waren. «Und das Publikum ist nicht so zurückgekommen wie erwartet, die Ticketpreise sind deutlich niedriger.» Die Staatstheater haben ein Haushaltsbudget von insgesamt 130 Millionen Euro.
Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus. © Kristin Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Laut Klepsch fehlen die nationalen und internationalen Touristen, gerade aus den wichtigen Märkten Russland und China. Bei internationalen Gästen seien noch lange nicht wieder 50 Prozent vom Vor-Pandemie-Niveau erreicht.

Laut Klepsch flossen in diesem Jahr insgesamt 42 Millionen Euro zusätzlich aus Förderprogrammen für Kultureinrichtungen im Land. Mit «passgenauer Hilfe» in der akuten Phase sei es gelungen, kulturelles Angebot und Infrastruktur zu erhalten. So standen für Härtefälle über 16,6 Millionen Euro zur Existenzsicherung bereit, die voraussichtlich mit rund 12 Millionen Euro nicht voll abgeschöpft werden. Mit weiteren 16,7 Millionen Euro wurden über 400 Einrichtungen in ihrer Arbeit gefördert.

Insgesamt fünf Millionen Euro aus dem Corona-Fonds flossen an 73 Städte und Gemeinden, vor allem Projekte im Landkreis Görlitz, in Mittelsachsen und dem Erzgebirgskreis wurden gefördert - mit Summen zwischen 10.000 Euro und 600.000 Euro. Aus dem Kleinprojektefonds gingen 1,3 Millionen Euro an 370 Vorhaben im ländlichen Raum.

«Die Herausforderungen sind weiter groß», sagte Klepsch mit Verweis auf den Krieg in der Ukraine und die Energiekrise, die die Kultureinrichtungen «erneut besonders hart» treffe. Sie hätten in der Regel keine finanziellen Polster, kommunale Träger seien am Limit dessen, was sie leisten könnten und eine Preiserhöhung kaum durchsetzbar. Die Verhandlungen mit dem Bund um Hilfen liefen, um die «die zarte Erholung» nach der Corona-Krise nicht zu gefährden.

© dpa
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