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Köpping: Gedenken an Zerstörung Dresdens nicht missbrauchen

Jährlich marschieren zum Gedenken an die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg Neonazis auf. Doch die Einwohner wollen ihre Trauer und Erinnerungen nicht von Rechtsextremen vereinnahmen lassen.
Sachsens Sozialministerin Petra Köpping
Sachsens Sozialministerin Petra Köpping spricht während einer Pressekonferenz. © Jan Woitas/dpa/Archivbild

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hat vor einem Missbrauch des Dresden-Gedenkens durch Rechtsextreme gewarnt. Leider würden Neonazis das immer wieder versuchen, erklärte sie am Montag. «Den Rechtsextremen geht es dabei weder um echte Trauer, noch um ehrliches Gedenken. Umso wichtiger ist es, dass tausende Menschen aus der Mitte der Gesellschaft sich dem entgegenstellen und mit einer langen Menschenkette ein starkes Signal aufrichtigen Gedenkens und mahnenden Innehaltens aus Dresden senden.» Die Deutschen würden eine besondere Verantwortung für den Frieden in Europa und weltweit tragen. Die Kriege in Nahost und in der Ukraine mahnten eindringlich, wie wertvoll und gleichzeitig zerbrechlich Frieden sein kann.

An diesem Dienstag jährt sich die Bombardierung Dresdens. Dazu finden zahlreiche Mahn- und Gedenkveranstaltungen statt, die nicht nur an die Opfer der Luftangriffe in der Elbestadt erinnern. Mit der Menschenkette senden Tausende Einwohner der Stadt jedes Jahr ein Zeichen gegen Krieg und für Versöhnung. Auch Köpping will sich in die Menschenkette einreihen. «Für viele Dresdnerinnen und Dresdner ist der 13. Februar ein Tag des stillen Gedenkens und oftmals auch der persönlichen Trauer. Das Gedenken an die Bombardierung Dresdens ist mit der Mahnung verbunden, dass durch Menschen verursachter Tod, Leid und Zerstörung nur mit einem starken gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgebeugt werden kann.»

Knapp drei Monate vor Ende des Zweiten Weltkrieges legten am 13. Februar 1945 und in den Tagen darauf britische und amerikanische Bomber Dresden in Schutt und Asche. Die Zahl der Opfer konnte nie genau ermittelt werden. Nach Erkenntnissen einer von der Stadt beauftragten Expertenkommission kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben. Eine Fläche von zwölf Quadratkilometern wurde vollständig zerstört. Bis zu diesem Bombardement war Dresden trotz vorheriger Luftangriffe von Zerstörungen weitgehend verschont geblieben. Der Angriff war auch unter Militärs umstritten. Rechtsextreme rechnen die Opferzahlen künstlich hoch und versuchen damit, ein Kriegsverbrechen der Alliierten zu konstruieren.

© dpa
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