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KfW spielt künftig zentrale Rolle bei Heizungsförderung

Wer in Deutschland Anträge stellt, muss dies oft bei unterschiedlichen Behörden tun. Zumindest bei der Heizungsförderung soll dies jetzt gebündelt werden.
Förderbank KfW
Das Logo der Förderbank KfW steht während einer Pressekonferenz der Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf einer Glasscheibe vor Lichtern in Büros. © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Das Wirtschaftsministerium will Zuständigkeiten bei der staatlichen Förderung des Heizungstauschs bündeln. Künftig sollen alle Heizungsförderungen bei der staatlichen Förderbank KfW beantragt werden können, wie das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) werde sich auf die Förderung anderer Effizienzmaßnahmen bei Sanierungen konzentrieren.

Bisher wird die Bundesförderung für effiziente Gebäude und damit auch die Heizungsförderung in einem Bafa-Standort im ostsächsischen Weißwasser bearbeitet. Künftig soll die Förderung rund um das erneuerbare Heizen aus einer Hand erfolgen. Alle ab dem 1. Januar gestellten Anträge für den Austausch von Heizungen in der Bundesförderung werden dann durch die KfW bearbeitet.

Steuerzahler übernimmt bis zu 70 Prozent der Kosten

Von Jahresbeginn an soll im Zuge des vom Bundestag beschlossenen Heizungsgesetzes auch ein neues Fördersystem gelten. Der Staat übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 70 Prozent der Kosten für eine klimafreundliche Heizung. Die maximal förderfähigen Kosten sollen bei einem Einfamilienhaus bei 30.000 Euro liegen. Der maximale staatliche Zuschuss liegt also bei 21.000 Euro.

Neben Investitionskostenzuschüssen sollen über die KfW auch zinsvergünstigte Kredite angeboten werden. Das Zuschussprogramm für den Heizungstausch soll laut Ministerium mit diesem neuen, zinsverbilligten Kredit und bestehenden Kreditprogrammen für Komplettsanierungen zusammengeführt werden. Dies sei für Verbraucher einfach und übersichtlich.

«Teils war es eine Überlastung»

Das Ministerium lobte die Mitarbeiter des Bafa-Standortes Weißwasser. Sie hätten insbesondere in den vergangenen Monaten «Herausragendes» geleistet. Sie seien 2022 bedingt durch die Energiekrise von Hunderttausenden Anträgen «überschwemmt» worden und seien bei der Bewältigung gut vorangekommen. «Gleichwohl ist die Belastung enorm, teils war es eine Überlastung. Um in Zukunft im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit besser zu verteilen und im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher eine möglichst einfache Antragstellung für die Heizungsförderung zu ermöglichen, werden wir diese künftig bei der KfW bündeln.»

Das Bafa soll sich auf die Förderung anderer Maßnahmen konzentrieren - zum Beispiel den Austausch von Fenstern oder die Dämmung von Fassaden. Der Standort Weißwasser solle weiterentwickelt und breiter aufgestellt werden. Die meisten befristeten Verträge sollten in unbefristete umgewandelt werden.

© dpa
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