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GEW fordert nach Pisa-Schock Priorisierung der Bildung

Der erneute Pisa-Schock für Deutschland beschäftigt auch Sachsens Schulpolitik. Die GEW fordert rasches Handeln und zusätzliche finanzielle Mittel für ein neues Bildungspaket.
Pisa-Studie: Schüler schneiden so schlecht ab wie nie
Ein Lehrerin schreibt Mathematikaufgabe auf eine digitale Tafel. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Nach dem schlechten Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler bei der Pisa-Studie fordert die Bildungsgewerkschaft GEW in Sachsen ein schnelles und konsequentes Handeln der Landesregierung. Besonders dramatisch sei, dass der Bildungserfolg in Deutschland weiterhin besonders stark von der sozialen Herkunft abhängt, teilte die GEW am Dienstag in Leipzig mit. Die Zahlen von Pisa verdeutlichten, dass die Bildungsungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem nicht abgenommen habe, sondern in Krisenzeiten sogar noch zunehme.

Der Sparzwang der Vergangenheit habe dazu geführt, dass es zu wenig Personal gebe, die Lehrkräfte überlastet seien, Digitalisierung und Medienbildung um Jahre zurückliegen würden. Bildung müsse in der Politik jetzt eine absolute Priorität bekommen.

Die deutschen Schülerinnen und Schüler haben in der internationalen Leistungsstudie Pisa im Jahr 2022 so schlecht abgeschnitten wie noch nie zuvor. Sowohl im Lesen als auch in Mathematik und Naturwissenschaften handle es sich um die niedrigsten Werte, die für Deutschland jemals im Rahmen von Pisa gemessen wurden.

Die Vorsitzende des Landesschülerrats Sachsen, Amy Kirchhoff, sieht in den Ergebnissen vor allem die Folge der Einschränkungen durch Corona. «Pisa zeigt nun auf, wie extrem die Folgen eigentlich wirklich sind. Deswegen ist es wichtig, die schulbezogenen Teile des Corona-Aufholprogrammes fortzuführen.» Außerdem müssten kostenlose Nachhilfeangebote für alle Schülerinnen und Schüler bereitgestellt werden. Darüber hinaus müsse die Sozialarbeit an den Schulen ausgebaut und gefestigt werden, so Kirchhoff.

Deutschlandweit nahmen 257 Schulen an der Pisa-Studie teil. Ergebnisse auf Länderebene liegen nicht vor.

© dpa
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