Werner zurück: «Nicht als Messias, sondern als Timo Werner»

Rückkehrer Timo Werner sieht sich nicht als neuer Heilsbringer bei Fußball-Bundesligist RB Leipzig. «Die Fans haben mich in den harten Zeiten, die es auch in Leipzig gab, immer unterstützt. Deswegen freue ich mich, wieder vor ihnen spielen zu dürfen - aber nicht als Messias, sondern als Timo Werner», sagte der 26 Jahre alte Nationalspieler bei seiner Vorstellung am Mittwoch.
Timo Werner kommt am Hotel an. © Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild

Werner, der für rund 20 Millionen Euro Ablöse vom FC Chelsea wechselte und bei seinem Ex-Club einen Vierjahresvertrag unterschrieb, sprach von einem sehr freudigen Wiedersehen mit «bekannten Gesichtern». Ein Einstandslied musste der Torjäger nicht trällern. «Es wurde eine kleine Gasse gebildet, in der ich von jedem einen kleinen Klaps auf dem Hinterkopf bekommen habe», verriet Werner: «Das war deutlich angenehmer, als vor der Gruppe singen zu müssen.»

Bei seinem Herzensclub, für den er schon von 2016 bis 2020 höchst erfolgreich auf Torejagd gegangen war, will Werner «endlich wieder Fußball spielen» - auch, um seine WM-Chancen nicht zu gefährden. «Man hat in diesem Jahr eine WM, das kommt in einer Spielerkarriere nicht zu oft vor. Da will man sich optimal drauf vorbereiten», sagte der Angreifer: «Für mich war relativ schnell klar, dass Leipzig in der Phase, in der ich mich befinde, ein sehr guter Schritt ist.»

Diese Einschätzung holte er sich auch in einem Gespräch mit Bundestrainer Hansi Flick ab. «Er findet die Idee, nach Leipzig zurückzukehren, sehr gut», verriet Werner: «Für ihn ist wichtig, dass ich viel Spielpraxis bis zur WM habe, als wenn ich bei Chelsea die ganze Zeit nur unregelmäßig spielen würde.»

Dass sich bei RB unter Trainer Domenico Tedesco ein neues Spielsystem entwickelt hat, das vor allem auf den Franzosen Christopher Nkunku zugeschnitten ist, hält Werner für nicht problematisch. Er sprach von einem «sehr guten Gespräch» mit dem Coach, «beide Seiten waren sehr angetan». Und das Zusammenspiel mit Nkunku habe zum Ende seiner ersten Zeit in Leipzig «schon gut funktioniert, und das kann auch heute gut funktionieren».

© dpa
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