Rose reist mit dünnem Kader nach Gladbach

Als ob die Rückkehr nach Gladbach für Marco Rose nicht schon schwierig genug ist. Nun kommen nach dem 0:2 in Madrid weitere Personalsorgen dazu. Plötzlich könnte sich die unter Tedesco betriebene Kaderpolitik rächen.
Leipzigs Cheftrainer Marco Rose. © Jan Woitas/dpa/Archivbild

RB Leipzig gehen die gesunden Spieler aus. Nach dem Ausfall von «Schlüsselspieler» Konrad Laimer hat es nun auch Nationalspieler Marcel Halstenberg erwischt. Der Verteidiger hat Rückenprobleme und fällt für das Bundesligaspiel an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Borussia Gladbach aus. «Grundsätzlich ist unser Kader nicht groß», sagte Cheftrainer Marco Rose, der wohl auch den angeschlagenen Mohamed Simakan aus dem Kader streichen muss. Die zum Ende der Transferperiode von Vorgänger Domenico Tedesco betriebene Kaderpolitik wird bei den nun anstehenden englischen Wochen zum Problem beim Pokalsieger.

Mönchengladbach hat nach sechs Spielen nur fünf Gegentore kassiert. Und zuletzt zweimal gegen RB gewonnen. «Gladbach macht das wirklich gut. Sie lassen den Gegner laufen, arbeiten über Anlocken. Sie versuchen dadurch Räume zu schaffen, die sie dann in der Tiefe nutzen wollen. Auf uns warten ähnliche Aufgabenstellung wie gegen Dortmund und Real Madrid», betonte Rose.

Dennoch will er nicht von seiner Spielidee abweichen. «Wir wollen wieder mehr Aktivität auf dem Platz. Ich bin der Meinung, dass der Kader auch dafür gemacht ist», sagte Rose. Die Stärken seines Ex-Clubs kennt er ganz genau: «Man kann davon ausgehen, dass die Gladbacher häufig den Ball haben und über Jonas Hofmann und Marcus Thuram die Tiefe erzeugen wollen. Die Aufgaben, die sie uns stellen werden, sind schon sehr komplex. Wir müssen auf alles eingestellt sein.»

Auch auf die Emotionen abseits des Rasens, will Rose vorbereitet sein. «Uns erwartet sicherlich eine heiße und tolle Atmosphäre im Borussia-Park», sagte der 46 Jahre alte Rose. Die Rückkehr nach Gladbach, wo der gebürtige Leipziger von 2019 bis 2021 arbeitete, wird von vielen Aspekten begleitet. Auch die Causa Max Eberl gehört dazu. Der Manager hatte sich wegen mentaler Ermüdung Ende Januar von seinem Posten in Gladbach zurückgezogen, wird aber nun ausgerechnet beim in Gladbach höchst unbeliebten Emporkömmling anheuern.

Eine Einigung von RB-Boss Oliver Mintzlaff mit den Borussen wird in Kürze erwartet. Noch herrscht Uneinigkeit zwischen beiden Clubs über die Ablöse für den bis 2026 gebundenen Eberl, die bei etwa fünf Millionen Euro liegen soll.

© dpa
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