Pokal: Clevere Stuttgarter gewinnen in Dresden in Unterzahl

Der VfB Stuttgart hat die knifflige Pokal-Aufgabe Dynamo Dresden gelöst. Am Ende reicht dem Bundesligisten die größere Cleverness. Der Zweitliga-Absteiger aus Dresden hält zwar gut mit, ist in seinen Mitteln aber begrenzt.
Dynamos Stefan Kutschke fasst sich enttäuscht an den Kopf. Dresden verlor mit 0:1. © Robert Michael/dpa

Darko Churlinov hat den VfB Stuttgart in die zweite Runde des DFB-Pokals geführt. Der Treffer des 22-Jährigen in der 33. Minute reichte dem Fußball-Bundesligisten bei Drittligist Dynamo Dresden am Freitagabend zum 1:0 (1:0)-Sieg. Vor 22 644 Zuschauern mussten die Schwaben nach einer Gelb-Roten Karte für Waldemar Anton nach 67 Minuten in Unterzahl spielen. Dynamo blieb damit auch im 21. Pflichtspiel des Jahres 2022 ohne Sieg.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo schickte mit Josha Vagnoman nur einen Neuzugang in die Startelf. Außerdem begann auch die bisherige Schalke-Leihgabe Churlinov.

Dynamo, im Auftaktspiel der 3. Liga daheim 3:4-Verlierer gegen den TSV 1860 München, überließ dem Favoriten die Spielgestaltung, ohne in den ersten 25 Minuten groß in Gefahr zu geraten. Die Dresdner stellten geschickt die Räume zu, was den VfB zu Einzelaktionen zwang. Diese wurden zumeist noch vor dem Strafraum abgefangen.

Im Gegenzug gelang dem Drittligisten nach vorn nicht viel. Auch, weil Dynamo auf Sicherheit bedacht war, nur selten nachrückte und damit die Chance vergab, mit den zweiten Bällen für Gefahr zu sorgen.

Das änderte sich nach einer halben Stunde. Dynamo öffnete mehr und beteiligte sich am Spielgeschehen. Das nutzten die Gäste sofort. Nach einem Konter kamen die Schwaben zur ersten Gelegenheit: Den Schuss von Tiago Tomas (30.) konnte Dynamo-Schlussmann Sven Müller per Fußabwehr klären. Beim Tor von Churlinov war er machtlos, weil Vagnoman einen scharfen Pass durch den Fünf-Meter-Raum an den langen Pfosten spielte, wo der VfB-Angreifer völlig allein stand und einschob.

Dynamo versuchte zu antworten. Doch die Stuttgarter blieben gefährlich. Tomas (37.) traf das Lattenkreuz. Dynamos größte Chance resultierte aus einem Eckball in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als Michael Akotos Schuss gerade noch geblockt werden konnte.

Nach der Pause versuchte Dynamo zwangsläufig, offensiver zu agieren. Der eingewechselte Joe Conteh vergab nach 63 Minuten eine gute Möglichkeit. Der VfB wartete spätestens nah dem Platzverweis verstärkt auf Kontermöglichkeiten. Pascal Stenzel (79.) traf mit einem Freistoß den Pfosten des Dynamo-Tores. Die Dresdner Schlussoffensive brachte nichts mehr.

© dpa
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