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Drohungen gegen Schulen - Entwarnung nach Durchsuchung

In Sachsen sind erneut Drohmails an Schulen eingegangen. Die Gebäude wurden geräumt und durchsucht. Laut Innenministerium gibt es in Drohschreiben einen Bezug zum Nahost-Konflikt.
Einsatz an Schule in Pulsnitz nach Drohung
Ein Polizist läuft mit einem Hund vor einer Grund- und Oberschule in Pulsnitz. © Rocci Klein

Erneut sind am Dienstag auch in Sachsen Drohungen gegen Schulen eingegangen. Wie die Polizei mitteilte, waren ein Schulzentrum in Brandis bei Leipzig sowie eine Grund- und Oberschule im ostsächsischen Pulsnitz betroffen. Die Schulen wurden geräumt und mit Sprengstoffspürhunden durchsucht. Am Nachmittag gab die Polizei Entwarnung. «Es wurde nichts gefunden», sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz. Nach Angaben des Innenministeriums wurde in den Drohschreiben ein Bezug zum Nahost-Konflikt hergestellt.

In Pulsnitz bemerkten Schulmitarbeiter am Dienstagmorgen laut Polizei eine Bombendrohung eines unbekannten Absenders. Auch wenn bei den Vorfällen am Vortag nirgends Sprengmittel gefunden worden seien, nehme die Polizei die Drohung ernst, hieß es. Das Schulgelände wurde geräumt. Sechs Mädchen im Teenageralter hätten dabei Kreislaufprobleme bekommen, sagte ein Polizeisprecher. Sie wurden vor Ort von Sanitätern betreut, drei von ihnen seien zudem vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden.

In Brandis sei der Eingang der Drohung kurz vor 7.00 Uhr gemeldet worden, sagte eine Polizeisprecherin. Es sei eine «strafbare Handlung» angedroht worden. In dem Schulzentrum sind eine Grund- und eine Oberschule sowie ein Gymnasium untergebracht. Alle Schülerinnen und Schüler seien aufgefordert worden, zu Hause zu bleiben. Auch dort blieb die Durchsuchung der Gebäude mit Spürhunden ohne Ergebnis. «Es wurden keine Feststellungen getroffen», sagte eine Polizeisprecherin.

Die Drohungen in Sachsen ordnen sich laut Innenministerium in eine Welle ähnlicher anonymer Drohschreiben im gesamten Bundesgebiet ein. «Bei den bislang in Sachsen bekanntgewordenen Fällen ist eine politische Motivation erkennbar, die im Kontext mit dem aktuellen Israel-Palästina-Konflikt steht», teilte Innenminister Armin Schuster (CDU) auf Anfrage mit. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen, die Extremismuseinheit PTAZ beim Landeskriminalamt gleiche die Ergebnisse zudem mit anderen Bundesländern ab.

In den anonymen Drohmails seien Bombenexplosionen oder Schusswaffenanschläge angekündigt worden. Am Montag waren bereits Schreiben an Schulen in Dresden und Chemnitz eingegangen - auch diese mit einem «pro-palästinensischen Kontext». In Anbetracht der Eskalation im Nahen Osten sei mit weiteren Drohungen zu rechnen. «Auch wenn bislang von keiner Ernsthaftigkeit der Drohungen auszugehen ist, wird bei zukünftigen Drohmails weiterhin jedem Sachverhalt mit der im Einzelfall gebotenen Sorgfalt und Intensität nachgegangen», erklärte das Innenministerium.

© dpa
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