Dynamo will nach Pokal-Aus Negativ-Fluch in Halle stoppen

Dynamo wartet weiter auf einenm Pflichtspielsieg im laufenden Kalenderjahr. In Halle soll der Fluch gestoppt werden. Die Vorzeichen stehen nicht gut, zwei Stammspieler drohen auszufallen. Und in der Offensive ist weiter Flaute.
Dynamos Tim Knipping (l) hilft Christian Conteh nach der 0:1 Niederlage aufzustehen. © Robert Michael/dpa

Nach dem Pokal-Aus will Dynamo Dresden nun im Traditionsduell beim Halleschen FC den Negativfluch stoppen. Noch immer ist der Zweitliga-Absteiger im laufenden Kalenderjahr ohne Pflichtspielsieg. «Das Spiel muss man anders, aber mit der gleichen Energie angehen. Wenn man nur ein Prozent nachlässt, wird es auch gegen solche Gegner schwierig», sagte Claudio Kammerknecht nach seinem starken Debüt beim 0:1 gegen den VfB Stuttgart in der ersten DFB-Pokalrunde.

Der Innenverteidiger selbst bewertete seine Leistung kritisch. «Man ärgert sich einfach, dass man die eine Situation nicht gut verteidigt hat und wegen so einem Tor ausscheidet», sagte Kammerknecht, der bei der Entstehung des Siegtreffers durch VfB-Spieler Darko Churlinov (33.) den Angriff mit einem Fehlpass eingeleitet hatte. Das Gegentor allein Kammerknecht zuzuschreiben wäre dennoch falsch.

Doch die Elbestädter zeigten gegen keinesfalls sattelfeste Stuttgarter wieder in der Offensive Schwächen. Gerade nach der Gelb-Roten Karte für VfB-Verteidiger Waldemar Anton (67.) hätte Dynamo aus den Angriffsbemühungen mehr Kapital schlagen müssen. «Wir haben uns in dieser Phase einige Chancen erarbeitet, die aber nicht konsequent zu Ende gespielt. Wären wir da zwingender gewesen, können wir auch den Ausgleich machen», sagte Trainer Markus Anfang. Abgesehen von dem Versuch des eingewechselten Christian Conteh (63.), der vom linken Rand des Fünfmeterraums abzog und das Tor um einige Meter verfehlte, hatten die Dresdner jedoch wenig zu bieten.

Es ist offensichtlich, dass die auf vielen Positionen neubesetzte Mannschaft noch Zeit braucht, um sich einzuspielen. Aber auch weitere Verstärkungen wollte Anfang zuletzt nicht ausschließen. «Es wäre fatal, wenn wir nicht mehr handlungsfähig wären. Wir haben uns einen gewissen Puffer erhalten, um uns auf einer Position noch mal verstärken zu können», erklärte der 48-Jährige.

Schlimmer als das frühe Pokal-Aus könnte für die Dresdner der drohende Verlust von zwei Stammspielern werden. Während Robin Becker mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste, erwischte es Michael Akoto vermutlich noch immer. Der Mittelfeldspieler zog sich eine Sprunggelenkverletzung zu. Die Diagnosen stehen noch aus.

© dpa
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