Gohrischheide: Bundeswehr-Panzer hilft im Waldbrandgebiet

Der Regen hat im Waldbrandgebiet in der Gohrischheide etwas Entspannung gebracht. Jetzt unterstützt auch noch ein Panzer der Bundeswehr in dem munitionsbelasteten Gebiet die Feuerwehrleute.
Ein Panzer der Bundeswehr im Einsatz. © Anne Weinrich/Bundeswehr/dpa

Im Waldbrandgebiet an der sächsisch-brandenburgischen Landesgrenze hilft jetzt ein Bergepanzer der Bundeswehr. Er solle eine Schneise durch ein munitionsbelastetes Waldstück schlagen, sagte Bundeswehrsprecher Eric Gusenburger in Dresden. Unterdessen haben Niederschläge die Situation in der Gohrischheide (Landkreis Meißen) in der Nacht zum Dienstag vorerst entschärft. «Es ist nicht so schlimm wie gestern, wir haben alles im Griff», sagte ein Feuerwehrsprecher. In dem Areal befand sich früher ein Truppenübungsplatz.

Der Pionierpanzer vom Typ Dachs traf am Dienstag im Brandgebiet ein. Er soll bis zum Mittwoch eine zwölf Kilometer lange Schneise schlagen. Auf dem so vorbereiteten Weg könne die Feuerwehr dann links und rechts Brandherde löschen, erläuterte Gusenburger. Es solle zudem verhindert werden, dass das Feuer sich darüber hinaus weiter ausbreiten kann, hieß es. Der Panzer kam vom Panzerpionierbataillon 701 in Gera. Der Landkreis hatte die Bundeswehr um Amtshilfe gebeten.

Während die Feuerwehrleute mit Abstand arbeiten wegen der Explosionsgefahr, löscht eine gepanzerte Waldrückmaschine in dem gefährlichen Areal und zieht schon Schneisen. «Sie hat 4000 Liter an Bord, die von uns aufgefüllt werden», sagte der Feuerwehrsprecher.

Hitze und drehender Wind hatten die Löscharbeiten in dem Wald an der Grenze zu Brandenburg im Laufe des Montags immer wieder verschärft. An mehreren Stellen der Wege, die das früher als Truppenübungsplatz genutzte Gebiet abschlossen, war das Feuer übergesprungen. Drei Löschhubschrauber halfen, es zu stoppen. Die Einsatzleitung war wegen der Rauchentwicklung aus dem Wald nach Lichtensee, einem Ortsteil von Wülknitz, verlegt worden.

Auch in Brandenburg brachte der Regen etwas Entspannung. Die Gefahr sei aber noch nicht vorüber, warnte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel am Dienstag. «Man kann nur hoffen, dass noch richtiger Regen kommt.» Die Trockenheit stecke weiterhin im Boden. In Mühlberg an der Grenze zu Sachsen müssten Glutnester noch gelöscht werden. Das Ganze habe noch eine «Dynamik», der Einsatz dort werde noch zwei bis drei Tage dauern.

Die Feuerwehr war in Brandenburg auch am Dienstag mit einem Großaufgebot im Einsatz. Am frühen Morgen rückten 60 Einsatzkräfte mit 16 Fahrzeugen aus, wie ein Sprecher der Feuerwehr Lausitz mitteilte.

Der Großbrand war vergangenen Donnerstag in der Gohrischheide ausgebrochen und hatte sich am Freitag in Richtung Mühlberg (Brandenburg) ausgeweitet. Zeitweise standen mehr als 800 Hektar in Flammen, davon etwa 500 Hektar auf sächsischer Seite.

© dpa
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