Verein will mehr Aufmerksamkeit für Gemeinschaftsschulen

An Gemeinschaftsschulen sollen Kinder und Jugendliche gemeinsam länger lernen - in Sachsen gibt es drei Schulen dieses Typs. Nicht genug, findet ein Verein.
Ein Lehrer steht im Unterricht an der Tafel. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Mit einem Aktionstag will der Verein «Gemeinsam länger lernen in Sachsen» an diesem Samstag in Dresden mehr Aufmerksamkeit für Gemeinschaftsschulen schaffen. Das Thema habe in den letzten zwei Jahren nicht viel Raum in der Öffentlichkeit eingenommen, viele wüssten schlichtweg nicht, dass die neue Schulform existiere, teilte der Vereinsvorsitzende Florian Berndt vorab mit. Der Gemeinschaftsschultag solle auch Anlaufpunkt für Initiativen sein, die ihre Schule umwandeln wollten.

Die gesetzliche Grundlage für Gemeinschaftsschulen in Sachsen wurde im Juli 2020 geschaffen. An der Schulform lernen Kinder und Jugendliche zusammen von Klasse 1 bis 12 oder in den Jahrgängen 5 bis 12 und können alle Abschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur ablegen. Je nach Potenzial und Leistungsstand lernen die Kinder zwar gemeinsam, aber mit verschiedenen Aufgaben. Nach Angaben des Kultusministeriums gibt es im laufenden Schuljahr drei Gemeinschaftsschulen - eine in Leipzig und zwei in Dresden.

Das Haus von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) will auf Anfrage keine Einschätzung dazu geben, wie zufriedenstellend die Entwicklung ist, da es noch zu wenige Schulen gebe. Die Initiative zur Gründung einer Gemeinschaftsschule müsse von der Basis kommen. «Die Abstimmung findet also mit den Füßen statt», so das Ministerium.

Nach Einschätzung von Berndt ist das Interesse etwa an der Gemeinschaftsschule Albertstadt in Dresden groß. In den Landkreisen könne der Verein bisher keine große Bewegung in dieselbe Richtung beobachten. «Die Gründung von Gemeinschaftsschulen und Oberschulen+ gehen in Sachsen aus unserer Sicht sehr schleppend voran, in zwei Jahren hätte mehr passieren müssen», so Berndt.

Vorbilder in Sachen Gemeinschaftsschule sieht der Vereinsvorsitzende im Nachbarland Thüringen. Dort gebe es Beraterinnen und Berater, die konkret bei der Umwandlung in Gemeinschaftsschulen und bei der Erarbeitung didaktischer Konzepte unterstützten. «Ein konkretes Ausloten, Ermutigen und Begleiten von bestehenden Schulen, die die Voraussetzungen erfüllen, statt darauf zu warten, dass sich Schulen in Bewegung setzen, würde der Entwicklung zu Gute kommen», so Berndt.

© dpa
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