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Apfelernte in Sachsen läuft langsam auf Hochtouren

Die Pflaumenernte geht dieser Tage zu Ende, bis auf Äpfel und Birnen sind alle anderen Obstarten in Sachsen abgeerntet. Doch die Apfelernte kommt in dieser Woche langsam auf Hochtouren.
Start der Apfelernte
Äpfel der Sorte Santana in einem Obstbaubetrieb. © Sebastian Willnow/dpa

Nach der Apfelsorte Elstar folgt in der kommenden Woche die Gala-Vorstellung der sächsischen Obstbauern. Denn bei Elstar und Gala - den beiden Hauptsorten im Freistaat - läuft die Ernte nun auf Hochtouren. Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbandes Sächsisches Obst, ist optimistisch. «Wir rechnen in diesem Jahr mit guten Qualitäten. Die Nässe hat den Äpfeln auf keinen Fall geschadet, der Regen hat eher geholfen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Auch mit den Fruchtgrößen könne man zufrieden sein.

Zu Beginn der Apfelernte hatte der Obstbau-Verband mit rund 52.000 Tonnen gerechnet. Nun hofft Jentzsch, dass es doch etwas mehr werden. Dennoch wird die kleinste Ernte der letzten 25 Jahren prognostiziert. Laut Jentzsch hängt das vor allem mit dem Frühjahrsfrost Anfang April sowie ungünstigem Blühwetter zusammen. Damals hätten die Bäume noch nicht geblüht und Knospen seien erfroren. Auch der Behang an den Bäumen im Vorjahr spiele eine Rolle. Vor allem bei den Sorten Jonagold und Pinova hätten die Bäume 2022 viele Früchte getragen. Damit falle der Ertrag auf Grund von Alternanz - der Schwankung des Fruchtertrages im Zweijahresrhythmus - dieses Mal geringer aus.

Insgesamt soll die sächsische Apfelernte um 20 Prozent unter dem Wert des Vorjahres liegen. Da jeder Sachse im Schnitt 22 Kilogramm Äpfel im Jahr verspeist, werden bei rund vier Millionen Einwohnern theoretisch 88.000 Tonnen Äpfel aus eigener Ernte gebraucht. Nach den Prognosen können die sächsischen Obstbauern die Eigenversorgung dieses Jahr aber nur zu knapp 60 Prozent gewährleisten. In Deutschland liegt der Wert bei etwa 55 Prozent. Deshalb geht der Blick in andere Länder Europas. Und dort wird insgesamt eine gute Ernte vorausgesagt, vor allem in Italien, Frankreich und Spanien.

Mit der Prognose für die Birnen - mehr als 3000 Tonnen - ist man in Sachsen sehr zufrieden. Denn europaweit fällt die Birnenernte durch Ausfälle in Südeuropa 2023 eher mager aus. Deshalb erwarten die sächsischen Obstbauern einen guten Absatz und Erzeugerpreise deutlich über denen des Vorjahres. Auch bei den Pflaumen geht Jentzsch von einem guten Ertrag aus - mehr als 1000 Tonnen.

Sorgen bereiten den Obstbauern dennoch steigende Produktionskosten, vor allem bei Betriebs- und Düngemitteln, aber auch Energie zur Lagerung sowie Lohnkosten, auch durch den Mindestlohn für die Saisonkräfte, hieß es vom Verband. Neben der Verfügbarkeit wirksamer Pflanzenschutzmittel insbesondere bei Insektiziden stehe der Wunsch nach Bürokratieabbau.

© dpa
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