Dynamo mit Neustart: Becker bleibt, Capretti muss gehen

27.05.2022 Nach dem Abstieg in die 3. Liga gibt es erste personelle Konsequenzen bei Dynamo Dresden. Wie erwartet bleibt Sportgeschäftsführer Ralf Becker im Amt. Cheftrainer Guerino Capretti hingegen geht.

Ralf Becker steht vor Beginn eines Spiels im Stadion. © Robert Michael/dpa/Archivbild

Drei Tage nach dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga hat Dynamo Dresden die ersten Weichen für den Neuaufbau gestellt. Ralf Becker bleibt auch nach dem verpassten Klassenerhalt Sportchef des künftigen Drittligisten. Das teilte der Club am Freitag mit. Der Aufsichtsrat habe den Vertrag mit Becker entsprechend angepasst, da dessen Arbeitspapier bisher nur für die 2. Bundesliga galt. Trainer Guerino Capretti wird den Club dagegen verlassen.

Am Freitagnachmittag verkündete Dynamo dann den ersten Neuzugang. Stefan Kutschke kehrt ablösefrei nach Dresden zurück und unterschrieb bis 2024. Der 33 Jahre alte Stürmer war zuletzt für den FC Ingolstadt aktiv. Kutschke hatte von Januar 2016 bis Ende Juni 2017 in seiner Geburtsstadt für Dynamo gespielt.

«Wir haben bereits in sehr kritischer Form mit der Aufarbeitung der eben zu Ende gegangenen Saison begonnen und unsere klaren Erwartungen an Ralf Becker kommuniziert. Trotz des Verfehlens unseres Saisonziels sind wir grundsätzlich vom eingeschlagenen Weg sowie der Ausrichtung im sportlichen Bereich überzeugt», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Jens Heinig.

Becker selbst bedankte sich für das gegenübergebrachte Vertrauen und erklärte, fortan gemeinsam «mit aller Kraft daran zu arbeiten, dass wir den Abstieg so schnell wie möglich korrigieren.» Das modifizierte Arbeitspapier des Funktionärs hat nun eine Gültigkeit bis 2024 für die 3. Liga. Im Falle des Wiederaufstiegs würde sich der Kontrakt - bezogen auf die 2. Bundesliga - um ein weiteres Jahr verlängern.

Der sieglose Trainer Capretti wird hingegen nicht Teil des Neuaufbaus sein. Zwar habe der 40-Jährige seit seinem Amtsantritt am 2. März «alles gegeben, damit wir gemeinsam unser Saisonziel erreichen. Aber leider konnten wir den Abstieg nicht verhindern», analysierte Becker. In zwölf Spielen unter der Führung des Deutsch-Italieners hatte die SGD kein einziges Spiel gewinnen können und gerade einmal sieben Unentschieden errungen. Zu wenig für den Klassenerhalt.

«Ich bin trotzdem weiterhin von seinen Qualitäten als Trainer und als Mensch überzeugt, muss jedoch gleichzeitig die bestmögliche Entscheidung für die Zukunft der SG Dynamo Dresden treffen», erklärte Becker. Finanziell belastet Dynamo die Trennung von Capretti nicht. Dessen Arbeitspapier besaß nur Gültigkeit für die 2. Liga.

Nachdem nun die erste Korsettstange des sportlichen Neuaufbaus vorhanden ist, muss ein neuer Trainer gefunden werden. Bereits in drei Wochen ist der Trainingsauftakt geplant. Der erste Spieltag der 3. Liga ist auf den 22. Juli festgelegt.

Wirtschaftlich sollte und will Dynamo dazu in der Lage sein, einen aufstiegsfähigen Kader zusammenzustellen. Offen ist im ersten Schritt, wie viele Spieler aus der aktuellen Mannschaft zur neuen Saison noch da sein werden. Top-Torjäger Christoph Daferner hat das Interesse diverser Zweitligisten geweckt.

© dpa

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