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Abgeordnete: Bund investiert in Forschungszentrum in Lausitz

Bis in die Nacht hat der Haushaltsausschuss des Bundestag getagt - das Ergebnis sorgt für Begeisterung in der Lausitz.
Bundestag
Paula Piechotta (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Deutschen Bundestages, spricht im Plenum des Deutschen Bundestages. © Christoph Soeder/dpa

Millionen für die Lausitz: Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat nach Angaben drei sächsischer Abgeordneter den Weg für ein neues Forschungszentrum mit Hauptsitz in Bautzen freigemacht. Der Bund stelle für das Bundesbauforschungszentrum «LAB - Living Art of Building» insgesamt 68,6 Millionen Euro zur Verfügung, teilten die Abgeordneten Paula Piechotta (Grüne), Torsten Herbst (FDP) und Kathrin Michel (SPD) am Freitag mit. Das habe der Haushaltsausschuss, dem alle drei angehören, in seiner Bereinigungssitzung in der Nacht beschlossen.

Das neue Bundesforschungszentrum soll den Angaben nach zum ressourcenschonenden und klimaneutralen Bauen der Zukunft forschen. Nach Angaben der Stadtverwaltung Bautzen werden durch das LAB mehr als 1200 Arbeitsplätze in den Bereichen Wissenschaft und Technik entstehen.

Das zuständige Landesministerium für Regionalentwicklung teilte auf Anfrage mit, dass der Freistaat 450 Millionen Euro als Investitionen in die Einrichtung des LAB in Sachsen in Aussicht gestellt habe. Nach Angaben eines Sprechers soll das Geld aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen bereitgestellt werden. Diese seien für den sächsischen Teil des Lausitzer Reviers, also die Landkreise Bautzen und Görlitz, vorgesehen.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags habe die Bundesregierung damit beauftragt, ein Konzept für das Zentrum in Absprache mit den beteiligten Bundesländern zu entwickeln. «Von den Ergebnissen dieses Konzepts ist auch die Beteiligung Sachsens an der Finanzierung des LAB abhängig», teilte das Ministerium mit.

Wie die Sprecher der Ost-Landesgruppen der Ampelparteien im Bundestag mitteilten, wurde das ursprüngliche Konzept «LAB - Lausitz Art of Building» der Technischen Universität Dresden in Absprache mit dem Bundesforschungsministerium und dem Bundesbauministerium weiterentwickelt. Das aktuelle Konzept für ein Bundeszentrum für Bauforschung ist demnach auf eine Aufbauphase von zehn Jahren angelegt.

Die Bundesmittel dienen laut den Abgeordneten ausschließlich dem Aufbau der organisatorischen Infrastruktur des Zentrums, der Personalverwaltung und der Steuerung der operativen Arbeit. Die Investitionen müssten insbesondere durch Eigenmittel der Standorte erbracht werden. Auch private Mittel sollten mobilisiert werden. Sprecher der Ost-Landesgruppen sind neben Piechotta und Herbst auch Stefan Gelbhaar (Grüne), Lars Lindemann (FDP) und Frank Junge (SPD).

Nach Einschätzung Piechottas schließt das LAB künftig eine Lücke, da es in Deutschland keine eigene Forschungseinrichtung für zukunftsfähiges Bauen gebe. «Von hitzeresistentem Bauen über Carbonbeton bis zum digitaleren und ressourcenschonenderen Bauen warten Themen auf ihre Bearbeitung», sagte sie. Die SPD-Abgeordnete Michel erklärte: «Ich freue mich sehr, dass es uns in der Ampel-Koalition dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelungen ist, Mittel für das LAB bereitzustellen».

Herbst sagte, von der Entscheidung werde nicht nur der Landkreis Bautzen profitieren, sondern die gesamte sächsische Bauwirtschaft.

© dpa
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