DAK-Studie: Psychische Leiden erhöhen Herzinfarktrisiko

Fast jeder dritte Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz hat der Studie einer Krankenkasse zufolge ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko durch psychische Belastungen wie Depressionen, Ängste oder Arbeitsstress. Hochgerechnet haben damit rund 600.000 Erwerbstätige mindestens einen psychischen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie aus dem DAK-Gesundheitsreport 2022 hervorgeht.
Ein Mann sitzt vor einem Fenster. © Sina Schuldt/dpa/Illustration

Laut dem Report sind die Fehlzeiten in Rheinland-Pfalz wegen psychischer Erkrankungen zwischen 2011 und 2021 um 39 Prozent gestiegen. «Zwischen Psyche und Herz gibt es eine auffällige Wechselwirkung», sagte DAK-Landeschef Rainer Lange. «Das sollten Ärzte, Medizinerinnen und Arbeitgeber bei Prävention und Gesundheitsprogrammen im Blick behalten.» Die Daten zeigten auch, dass Herz-Kreislauf-Patienten häufiger eine psychische Erkrankung entwickelten.

Für die Studie analysierte das IGES-Institut die Daten von rund 150.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Rheinland-Pfalz. Außerdem befragte das Forsa-Institut für die DAK-Gesundheit 200 Beschäftigte im Land.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen nach Angaben der DAK durchschnittlich 61 Fehltage im Jahr pro 100 Versicherte, bei Männern sind es mehr, bei Frauen weniger. Auch das Alter spielt eine Rolle. So liegt die Zahl der Fehltage etwa in der Gruppe der 45- bis 49-jährigen Männer bei 82 je 100 Versicherten. Jedes Jahr sterben der DAK zufolge mehr als 17.000 Menschen in Rheinland-Pfalz an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

© dpa
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