Nägele wird Beauftragter für Strukturwandel im Saarland

Die saarländische SPD-Landesregierung hat sich den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen auf die Fahnen geschrieben. Jetzt gibt es dazu weitere Unterstützung: einen Beauftragten für Strukturwandel.
Anke Rehlinger (SPD) stellt Frank Nägele (r), als neuen Beauftragten für den Strukturwandel vor. © Katja Sponholz/dpa

Der frühere Staatssekretär aus der Senatskanzlei Berlin, Frank Nägele (SPD), wird zum 1. Dezember der Beauftragte der Landesregierung für den Strukturwandel des Saarlandes. Das gaben Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) und Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) am Donnerstagabend in Saarbrücken bekannt und stellten ihn und seine neue Aufgabe Journalisten in der Staatskanzlei vor.

Der 58-Jährige soll als Koordinator eine Scharnierfunktion innerhalb der Landesregierung einnehmen, Ressorts zusammenführen und die neue Strukturwandel-Strategie des Saarlandes unterstützen. «Es geht darum, die Zusammenarbeit zu verbessern und Dinge in der Geschwindigkeit zu halten», sagte Rehlinger. «Wir haben noch nie so viel Bälle in der Luft halten müssen wie jetzt. Und es sollte keiner runterfallen, nur weil man irgendetwas nicht gut abstimmt.»

Der promovierte Verwaltungswissenschaftler war von 2012 bis 2017 zunächst Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein und danach im Wirtschaftsministerium in Niedersachsen, bevor er nach Berlin wechselte. Zuletzt war er seit März Geschäftsführer der UTB Projektmanagement GmbH.

Nägele sagte, er sei nun der Dritte im «Rehlinger-Strukturwandel-Team» und begegne dem «mit einem ziemlichem Respekt». Es sei eine «großartige Aufgabe», die ihm auf dem Weg gegeben werde.

Auch in seiner Zeit als Staatssekretär in Kiel sei er Teil eines Teams gewesen, das sich mit Strukturwandel beschäftigt habe, unter anderem mit der Werftenkrise. «Ich weiß, wie schwer es ist, Arbeitsplätze zu sichern», sagte er. Das Thema Veränderung und Begleitung von Veränderung fasziniere ihn. Auch in Berlin sei es später darum gegangen, «Veränderung, Wandel, Change so auf die Beine zu bringen, dass es keine Brüche sind, dass es mit den Menschen geschieht, mit den Akteurinnen und Akteuren».

Dass die saarländische Landesregierung eine Alleinregierung sei, bezeichnete er als «Glücksfall»: «Das heißt, es gibt nicht hinterliegend noch konträr laufende Parteiinteressen.»

Offiziell ausgeschrieben worden war die neue Stelle in der Staatskanzlei nicht: Rehlinger und Barke berichteten, sie hätten Nägele schon in seiner früheren Zeit als Staatssekretär kennen und schätzen gelernt. Ihn für das Saarland zu gewinnen, so die Ministerpräsidentin, sei ein gutes Angebot für den Wirtschaftsstandort und eine echte Bereicherung, was die Qualität der Arbeitsergebnisse angehe.

© dpa
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