Schnee und Glätte führen zu zahlreichen Unfällen

09.04.2022 Ein Wintereinbruch in Rheinland-Pfalz überrascht am Freitagabend und in der Nacht zahlreiche Autofahrer. Polizei und Feuerwehr sind im Dauereinsatz. Doch in der kommenden Woche wird es frühlingshaft.

Ein Krankenwagen fährt mit Blaulicht auf einer Straße. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Umgestürzte Bäume, festgefahrene Autos und glatte Straßen: Ein Wintereinbruch hat in der Nacht zum Samstag zu zahlreichen Unfällen und Beeinträchtigungen in Rheinland-Pfalz geführt. Vor allem der südliche Teil des Bundeslandes verwandelte sich in eine Winterlandschaft.

Die Feuerwehr in Ludwigshafen sprach von 150 Einsätzen im Gebiet der Leitstelle seit dem späten Freitagabend. Es sei niemand verletzt worden. Fast ausnahmslos hätten die Einsatzkräfte umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste von Fahrbahnen und Fahrzeugen entfernt.

Besonders betroffen sei die Region um das Leiningerland im Landkreis Bad Dürkheim gewesen. Hier kam es nach Angaben der Polizei zu zahlreichen Auffahrunfällen. Einige Menschen im Leiningerland wurden in Notunterkünften untergebracht, da manche Fahrzeuge schon mit Sommerreifen unterwegs waren und auf der winterglatten Fahrbahn nicht mehr vorankamen. Die Bundesstraße 271 bei Haßloch sei in der Nacht gesperrt worden, da ein Auto auf der Strecke zum Stehen kam, das wegen eines auf die Fahrbahn gestürzten Baums nicht geborgen werden konnte.

Die Polizei in Kaiserslautern sprach von zahlreichen gesperrten Straßen: Bäume waren infolge der Schneelast umgestürzt. So kam es demnach unter anderem auf der Bundesstraße 39 zwischen Neustadt und Kaiserslautern ab dem späten Freitagabend zu einer Vollsperrung. Bis zum Samstagmorgen war auch die A6 im Kreuz Kaiserslautern in beide Richtungen, die A62 ab der Höhe Einöd in Fahrtrichtung Landstuhl sowie die A63 ab der Anschlussstelle Sembach in Richtung Kaiserslautern wegen querstehender Lastwagen gesperrt.

Die Katastrophenschutzkräfte der Stadt Kaiserslautern verteilten laut Polizei warme Getränke, Einsatzkräfte des angeforderten Technischen Hilfswerks (THW) halfen bei der Bergung der Fahrzeuge. Am Samstagmittag waren die Autobahnen wieder frei. Auf Bundes- und Landesstraßen gab es aber noch immer Verkehrsbeeinträchtigungen. Aufgrund des Wintereinbruchs seien Polizei, Feuerwehr und Straßenmeisterei in der Nacht im Dauereinsatz gewesen.

Die Polizeidirektion Kaiserslautern berichtete von insgesamt 50 Unfällen und mehr als 80 umgestürzten Bäumen. Zwei Personen seien leicht verletzt worden, ansonsten sei es bei Sachschäden geblieben.

Ein 23 Jahre alter Fahrer kam in der Nacht auf der winterglatten Bundesstraße 9 bei Rülzheim im Landkreis Germersheim von der Straße ab, sein Wagen überschlug sich, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer klagte den Angaben nach über Schmerzen in der Schulter, der Rettungsdienst versorgte ihn vor Ort.

Bei Schneefall überschlug sich am Freitagabend auch ein Wagen auf der A65. Der 20 Jahre alte Fahrer kam kurz vor der Anschlussstelle Edenkoben (Landkreis Südliche Weinstraße) mit seinem Auto von der schneeglatten Straße ab und krachte in die Böschung. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Auch rund um die Stadt Lauterecken (Landkreis Kusel) stürzten laut Polizei viele Bäume um. Die Straße zwischen Lauterecken und Hohenöllen sollte bis voraussichtlich Montag gesperrt bleiben. Die winterlichen Straßenverhältnisse führten zu zwei Verkehrsunfällen, es blieb jedoch bei Blechschäden.

Nach Angaben der Deutschen Bahn kam es auch im Zugverkehr zu Einschränkungen. Besonders betroffen war demnach das Streckennetz in Kaiserslautern und Ludwigshafen. Wegen Bäumen auf den Gleisen sei es zu zahlreichen Verspätungen und Teilausfällen gekommen. So waren auch am Samstagmorgen noch unter anderem keine Zugfahrten der Regionalbahn 64 zwischen Pirmasens und Kaiserslautern möglich. Das gleiche galt für Reiseverbindungen zwischen Landstuhl und Kusel.

Wegen des bis in die Morgenstunden anhaltenden Dauerregens sind die Wasserstände an der Mosel und ihren Zuflüssen deutlich gestiegen, wie die Hochwasservorhersagezentrale des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz mitteilte. An der unteren Mosel werden die Wasserstände demnach noch bis Sonntagnachmittag steigen und erst anschließend wieder fallen. Die Feuerwehr Koblenz traf nach eigenen Angaben am Samstag mit Blick auf die zu erwarteten Wasserstände in Rhein und Mosel erste Vorbereitungen für den Hochwasserschutz und wollte die Lage weiter beobachten.

In den kommenden Tagen wird das winterliche Intermezzo zu Ende gehen. Nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bleibt der Sonntag weitgehend niederschlagsfrei. Am Montag wird es überwiegend heiter, die Temperaturen steigen auf 14 bis 18 Grad. Ähnlich ist das Wetter auch am Dienstag, allerdings klettern die Temperaturen dann sogar auf Werte von 19 bis 23 Grad.

© dpa

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