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Warnstreik bei Bahn trifft Pendler und Reisende in Hessen

Bahnreisende haben es weiterhin nicht leicht, die Gewerkschaft GDL hat kurzfristig einen Streik angekündigt. Das stößt bei Verbänden auf große Kritik.
ICE
Menschen laufen mit Koffer am frühen Morgen am Gleis entlang. © Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Bahnreisende und Pendler müssen sich wegen des neuerlichen Warnstreiks der Lokführergewerkschaft GDL auch in Hessen auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Betroffen von den Arbeitsniederlegungen seien von Donnerstagabend an auch Regionalzüge und S-Bahnen, gab der Rhein-Main-Verkehrsverbund bekannt. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte ihre Mitglieder zu dem Warnstreik ab 22.00 Uhr im Personenverkehr aufgerufen. Bereits ab 18.00 Uhr sollte er im Güterverkehr beginnen. Voraussichtlich an diesem Freitagabend um 22.00 Uhr werde der Warnstreik beendet sein, hieß es.

Nach Angaben der Deutschen Bahn werden Beeinträchtigungen schon vor Beginn des Warnstreiks erwartet, ebenso danach. Während des Ausstands gilt ein Notfahrplan mit stark reduziertem Angebot. Reisenden räumte die Bahn die Möglichkeit ein, ihre für Donnerstag oder Freitag geplanten Reisen zu verschieben und ihre Fahrkarte zu einem anderen Zeitpunkt zu nutzen. Die Zugbindung sei aufgehoben, hatte die Bahn mitgeteilt. Reservierungen könnten kostenfrei storniert werden.

Das Vorgehen der GDL stieß bei Verbänden auf Kritik. So monierte der Fahrgast-Verband Pro Bahn in Lollar die Kurzfristigkeit der Ankündigung und forderte die Gewerkschaft auf, den Warnstreik «unverzüglich abzusagen». «Eine Spanne von knapp mehr als 24 Stunden zwischen Ankündigung und Durchführung ist für Fahrgäste unzumutbar. Mindestens 48 Stunden müssen zwischen Ankündigung und Streikbeginn liegen», teilte der Verband mit. Hinzu käme, dass es sich bei dem Streiktag um einen Freitag in der Vorweihnachtszeit handle. 

Besonders rücksichts- und verantwortungslos sei die Tatsache, dass die Gewerkschaft durch den sehr kurzfristig angesetzten Warnstreik den Bahnkunden die Möglichkeit zur Planung von alternativen Reisemöglichkeiten nehme, kritisierte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VHU), Dirk Pollert. Man gewinne den Eindruck, dass der große Schaden für die Bahnkunden bewusst einkalkuliert und als zusätzliches Druckmittel genutzt werde.

Der Nordhessische Verkehrsverbund NVV rechnet auf zehn Regionalzuglinien mit Zugausfällen. Alles andere solle voraussichtlich regulär fahren. Bus- und Tramlinien seien von dem Warnstreik nicht betroffen. Sollten aber auch Stellwerke bestreikt werden, könne es auf weiteren Regionalzuglinien zu Ausfällen kommen.

Die GDL will mit der Aktion den Druck in der laufenden Tarifrunde erhöhen. Sie will so unter anderem der Forderung nach einer Arbeitszeitsenkung für Schichtarbeiter Nachdruck verleihen.

© dpa
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