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Viel Neues für Narren zum 11.11. in Mainz

Fastnacht ist längst nicht nur Schunkeln, Singen und Tanzen. Dahinter stecken viel Organisation und immense Kosten. Trotz allem fiebert Mainz dem 11.11. entgegen - mit dabei sein wird ein Männchen in Grau.
Die Mainzer Zugplakettchen
Zwei Exemplare der diesjährigen Mainzer Zugplakettchen stehen auf einem Tisch am Sitz des Mainzer Carneval-Verein (MCV). © Christian Schultz/dpa

Kurz vor dem ersten närrischen Höhepunkt der Kampagne am 11.11. in Mainz hat der Mainzer Carneval-Verein (MCV) beim Ticketverkauf nachgebessert. So wird ein Verkauf von Karten für einen späteren Eintritt an diesem Samstag ab 15 Uhr in der MCV-Geschäftsstelle eingerichtet - für den Fall, dass bis dahin Platz auf der eingezäunten und ausverkauften Fläche rund um den Fastnachtsbrunnen am Schillerplatz frei wird. Diese Zusatztickets seien dann für vier Euro zu haben, erklärte der MCV am Dienstag in Mainz. Außerdem entfalle eine Begrenzung des Zutritts für Vereine und Garden, sagte MCV-Präsident Hannsgeorg Schönig. Diese könnten nun in der von ihnen angemeldeten Stärke einmarschieren.

Der MCV reagierte damit auf Kritik, nachdem der Verkauf der Tickets für den 11.11. wegen der großen Nachfrage schon nach Stunden gestoppt werden musste. Man sei überrannt worden, sagte Schönig am Dienstag. «An der Stelle war es nicht besonders gut», räumte der MCV-Präsident ein. Für diesen Fehler habe sich der Verein entschuldigt.

Der Eintritt auf das Gelände kostet für den ganzen Tag bis 21.30 Uhr sieben Euro. Maximal dürfen sich dort 9000 Menschen aufhalten, es wird ein Glasflaschenverbot gelten. Der Eintritt ist nach Angaben des MCV nötig, um die gestiegenen Kosten zu stemmen. Im vergangenen Jahr habe allein der 11.11. ein Minus von mehr als 30.000 Euro gebracht, sagte Schönig. Es sei nicht mehr möglich, eine Straßenfastnacht in dieser Größenordnung ohne Unterstützung auf die Beine zu stellen.

Zum Ritual am 11.11. gehört die Verlesung des «Närrischen Grundgesetzes» der Mainzer Fastnacht. Der Höhepunkt der Kampagne wird der Rosenmontag am 12. Februar 2024 sein. Das närrische Motto lautet diesmal: «Zur Fassenacht lädt Mainz am Rhein die ganze Welt zum Schoppe ein». Entsprechend bildet der Schoppestecher in diesem Jahr das Zugplakettchen, mit dessen Verkauf der Rosenmontagszug mitfinanziert wird. Der Schoppe ist die Maßeinheit für einen halben Liter Wein, der Schoppestecher wiederum trinkt gerne einen Schoppe.

Auch bei dem Plakettchen aus Kunststoff gibt es eine Besonderheit: Es wird nicht wie in vergangenen Jahren in Fernost produziert, sondern von einer Firma aus der Region, wie Schönig erklärte. Konkret zeichnet diesmal das Unternehmen Bericap aus dem nahen Budenheim dafür verantwortlich, ein Spezialist für Kunststoffverschlüsse für Flaschen. Die Firma fertigte laut MCV noch unter anderem Namen einst 1950 das erste Mainzer Zugplakettchen, damals ein Metallanstecker.

Die 40.000 grauen Schoppestecher für diese Kampagne zum Preis von sechs Euro kommen laut MCV aus dem 3D-Drucker und werden in Bericap-Werken in Ungarn und Thüringen hergestellt. Die Kordel wird schließlich in einem Inklusionsbetrieb im benachbarten Wiesbaden an dem Figürchen befestigt. Darüber hinaus wird es ab Anfang 2024 insgesamt 7777 elf Euro teure goldene Exemplare geben. Diese sollen laut MCV für einen guten Zweck versteigert werden.

© dpa
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