Spritpreise steigen - Warnungen vor Staus am Wochenende

Benzin und Diesel verteuern sich stark - auch an Rhein und Mosel. Der ADAC hält das für ungerechtfertigt. Ein Energie-Verband verweist auf andere Gründe. Derweil drohen trotz des teureren Sprits wieder Staus.
An einer Tankstelle in der Nähe von Koblenz herrscht am letzten Tag für den Tankrabatt Hochbetrieb. © Thomas Frey/dpa/Archivbild

Nach dem Ende des Tankrabatts in der Nacht zum Donnerstag sind die Spritpreise auch in Rheinland-Pfalz in die Höhe geschnellt. Zugleich warnte der ADAC Mittelrhein vor Staus am Wochenende. Nach seiner ersten Einschätzung kostete ein Liter Superbenzin Donnerstagmittag im landesweiten Durchschnitt etwa 22 Cent mehr als am Vortag. Beim Diesel gab es demnach ein Plus von etwa 10 Cent. Damit habe Super Donnerstagmittag mit um die 2,05 und Diesel mit etwa 2,10 Euro zu Buche geschlagen. Mit dem Tankrabatt hatte die Bundesregierung die Energiesteuer für drei Monate gesenkt. Die Regelung galt seit 1. Juni gemeinsam mit dem 9-Euro-Ticket, um Verbraucher angesichts hoher Energiepreise zu entlasten.

Der neue Preisanstieg beim Sprit entbehrt laut dem ADAC Mittelrhein «jeder Grundlage und ist gegenüber den Verbrauchern in keiner Weise zu rechtfertigen. Die Mineralölkonzerne verkaufen den bereits eingekauften steuerlich begünstigten Kraftstoff zu überhöhten Preisen und machen weiter Kasse. Das geht zu Lasten der Autofahrer.» Der Wirtschaftsverband Fuel und Energie (EN2X) mit Mitgliedsunternehmen wie BP, Shell und Totalenergies hielt dagegen: «Die Energiesteuersenkung wurde umfassend weitergegeben.» Gründe für den Preisanstieg seien «eine gestiegene Nachfrage, knappe Kapazitäten in Raffinerien und logistische Herausforderungen».

Derweil warnte der ADAC Mittelrhein vor Staus vor dem Schulstart am kommenden Montag in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Der Reiseverkehr zurückkehrender Touristen, aber auch von nicht an Schulferien gebundenen Urlaubern und von Wochenendausflüglern werde «noch einmal stark zunehmen». Der ADAC ergänzte: «Das saisonale Lkw-Fahrverbot an Samstagen ist Ende August ausgelaufen, so dass wieder mehr Lastwagen die Straßen bevölkern.» Staurouten seien in beide Richtungen die Autobahnstrecken A 5 Frankfurt-Karlsruhe-Basel sowie A 61 Mönchengladbach-Koblenz-Ludwigshafen. «Wir empfehlen am besten früh morgens oder am späten Abend mit dem Auto zu starten, da es zu diesen Zeiten weniger Staus gibt», riet der ADAC Mittelrhein.

Zugleich begrüßte er den Erfolg des ebenfalls ausgelaufenen 9-Euro-Tickets für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV): «Viele haben dabei positive Erfahrungen gesammelt und wollen den ÖPNV weiterhin mehr als vorher nutzen. Das 9-Euro-Ticket hat zur sozialen Teilhabe beigetragen, indem es mehr Menschen bezahlbare Mobilität ermöglicht hat.» Künftig sei eine Verbesserung des ÖPNV vor allem in Flächenländern wie Rheinland-Pfalz deutlich wichtiger als «eine reine Ticketsubventionierung».

© dpa
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