Ermittlungen gegen Bombenentschärfer bald fertig

Rund zwei Jahre nach einer Razzia erwartet die Staatsanwaltschaft Koblenz ein baldiges Ende ihrer Ermittlungen gegen rheinland-pfälzische Bombenentschärfer. Damit dürfte «in den nächsten Monaten zu rechnen sein», teilte sie der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei den Ermittlungen gegen acht Männer geht es um mutmaßliche Verstöße gegen das Waffengesetz. Bei der Durchsuchung der Dienststelle des Kampfmittelräumdienstes in Koblenz und der Privaträume einiger Beschuldigter waren 2020 nach einer anonymen Anzeige Schusswaffen, Kartuschen, Patronen, alte Zünder und Teile von gefundenen Sprengkörpern sichergestellt worden.
Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium. © Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Historische militärische Fundstücke als Andenken zu Hause? Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier teilte seinerzeit der dpa mit: «Hauptsächlich war das wohl keine kriminelle Energie» - sondern vielmehr vermeintliches Gewohnheitsrecht oder Gedankenlosigkeit. Die internen Kontrollen seien verschärft worden.

Nach aktuellen Angaben der ADD werden gefundene Kampfmittel digital erfasst und jeweils einem Lagerort zugeordnet, verbunden mit einem Vier-Augen-Prinzip. «Regelmäßig werden Stichproben und Inventuren gemacht, um den Bestand der Fundmunition zu überprüfen. Ziel ist es, den Weg der Munition vom Fundort bis zur Vernichtung nachvollziehen zu können», ergänzte die Trierer Behörde.

Zwei Beschuldigten sei gekündigt worden. Ein weiteres Arbeitsverhältnis «endete durch Renteneintritt». Gegenwärtig hat der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz eine Räumgruppe mit elf Mitarbeitern in Koblenz und eine mit drei Experten in Worms.

Das Landeskriminalamt (LKA) hat laut Staatsanwaltschaft ein waffenrechtliches Gutachten erstellt - mit der Gelegenheit zur Stellungnahme für die Verteidiger. Da der Hauptbeschuldigte seinen Anwalt gewechselt habe, sei es zu einer Verzögerung gekommen.

© dpa
Weitere News
Top News
Internet news & surftipps
Streamingdienste: Netflix-Serie «Wednesday» weiter auf Höhenflug
Internet news & surftipps
Internet: Ukraine, WM, Olympia: Corona fliegt aus den Google-Charts
Fußball news
WM-Achtelfinale: Portugal stürmt ins Viertelfinale - Schweizer enttäuschend
People news
Leute: «Großartige Komikerin» - «Cheers»-Star Kirstie Alley ist tot
Games news
Featured: God of War Ragnarök: Die besten Builds, Waffen, Rüstungen und Runen
Internet news & surftipps
Leute: #wednesdaydance: Tanz aus Netflix-Serie geht im Netz viral
Tv & kino
Featured: Lady Chatterleys Liebhaber auf Netflix: Das Ende und die Altersfreigabe des Erotikdramas erklärt
Familie
Bittersüß: In Citronat und Orangeat steckt mehr Zucker als Frucht
Empfehlungen der Redaktion
Regional hessen
Covid-19: Betrugsermittlungen gegen Corona-Testzentren dauern an
Regional rheinland pfalz & saarland
Gewerkschaft: GdP: Extremismus und Sexismus in Polizei nichts zu suchen
Regional nordrhein westfalen
Köln: Babysitter soll vier Kinder missbraucht haben: Haftbefehl
Panorama
Kriminalität: Babysitter soll vier Kinder missbraucht haben - Haftbefehl
Regional rheinland pfalz & saarland
Vorwürfe: Ex-Landrat Pföhler im U-Ausschuss zur Flutkatastrophe
Inland
Extremismus: Polizisten unter Beschuldigten bei Chat-Ermittlungen
Regional rheinland pfalz & saarland
Extremismus: Mutmaßlicher deutscher Ku-Klux-Klan: Keine Anklage
Regional rheinland pfalz & saarland
Flutkatastrophe: Staatsanwaltschaft befragt Besatzung der Polizeihubschrauber