Trier fühlt mit Betroffenen der Todesfahrt von Berlin

Nach dem tödlichen Vorfall mit einem Auto am Berliner Ku'damm vom Mittwoch hat die Stadt Trier den Opfern und Betroffenen ihr Mitgefühl ausgesprochen. «Wir wissen ganz genau, welche Wunden es bei den Menschen aufreißt, die so eine schreckliche Tat miterleben mussten und wie lange diese Erlebnisse nachhalten», sagte Bürgermeisterin Elvira Garbes (Grüne) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Nach der Amokfahrt in Trier vor rund eineinhalb Jahren sei «eine ganze Stadt traumatisiert» gewesen.
Ein Mann legt Blumen auf den Bürgersteig an der Tauentzienstraße auf den Boden. © Fabian Sommer/dpa

«Das schreckliche Ereignis in Berlin hat auch in Trier viele Menschen tief getroffen.» Bei den Nachrichten seien bei vielen Menschen in Trier sofort wieder die Bilder des 1. Dezember 2020 lebendig geworden. «Ich wünsche den Menschen in Berlin und in Hessen viel Kraft mit der Verarbeitung dieses schrecklichen Geschehens», sagte Garbes. Bundes- und Berliner Landesregierung haben die Todesfahrt als Amoktat eingestuft.

Bei der Tat wurden am Mittwoch eine Lehrerin aus Hessen und insgesamt 14 Menschen verletzt, vor allem aus der dazugehörigen Schülergruppe. Der Fahrer - ein 29 Jahre alter, in Berlin lebender Deutsch-Armenier - wurde gefasst und ins Krankenhaus gebracht. Er soll psychisch gestört sein. Das Ereignis hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Bei der Amokfahrt am 1. Dezember 2020 durch die Trierer Fußgängerzone waren fünf Menschen getötet worden, zahlreiche weitere wurden verletzt und traumatisiert. Als mutmaßlicher Täter steht ein 52-Jähriger seit August 2021 vor Gericht. Er soll mit seinem Geländewagen durch die Fußgängerzone gerast sein und gezielt Menschen angefahren haben. Nach vorläufiger Einschätzung eines Experten leidet der Mann an einer Psychose.

© dpa
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