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Schuljahresbeginn: Kritik von Gewerkschaften und Verbänden

Die Sorge vor einer zu geringen Zahl an Pädagogen an den Schulen in Rheinland-Pfalz ist bei Bildungsverbänden und -gewerkschaften groß. Für die Interessenvertreter muss der Beruf attraktiver werden.
Lehrer
Ein Lehrer unterrichtet in eine Klasse. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Zum Start ins neue Schuljahr haben Gewerkschaften und Verbände vor zu wenigen Lehrkräften in Rheinland-Pfalz gewarnt. «Es ist schon zu Schuljahresbeginn erkennbar, dass es unmöglich sein wird, alle vorgesehenen Planstellen an den Schulen mit ausgebildeten Lehrkräften sowie pädagogischen Fachkräften zu besetzen», sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Klaus-Peter Hammer, am Freitag in Mainz. Gravierend sei die Lage sowohl an den allgemeinbildenden Schulen als auch den berufsbildenden Schulen im Land.

An den Förderschulen werde zum ersten Mal vom Bildungsministerium die Besetzung von Planstellen mit nicht qualifiziertem Personal genehmigt, ohne dass es für deren Einsatz konkrete Regularien und Vorgaben gebe, sagte die Vize-GEW-Vorsitzende Birgit Wolsdorfer. Für die Besetzung von Vertretungsstellen gebe es so gut wie keine qualifizierten Bewerbungen mehr. Das werde dazu führen, dass der Unterricht vielerorts ausfallen werde, wenn die nächste Corona- oder Grippewelle da sei.

Die GEW fordere kurzfristige Maßnahmen, wie etwa ein Programm zur gezielten Qualifizierung von nicht ausreichend ausgebildeten Hilfskräften an den Schulen. Zudem brauche es ein Maßnahmenpaket, das langfristig wirke, erklärte Hammer. Alle Schulen benötigten qualifiziertes Fachpersonal. Es müsse einen «Masterplan» geben. Die Gewerkschaft mache sich zudem für einen Bildungsgipfel mit allen entscheidenden Akteuren stark, sagte Hammer.

Auch die Verbände der berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz mahnten, dass die Zahl der Referendarinnen und Referendare in diesem Jahr auf ein vorher nicht gekanntes Niveau gesunken sei. Es sei absehbar, dass der Bedarf an Lehrkräftenachwuchs in wenigen Jahren nicht mehr gedeckt werden könne. Der Beruf des Lehrers und der Lehrerin müsse auch im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft attraktiver werden.

Das liege auch dran, dass die Lehrkräfte zusätzlich zu ihrem Unterricht zu viele Verwaltungsaufgaben erledigen müssten. Zudem nehme die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine individuelle Betreuung benötigen, stetig zu, erklärten die Verbände der berufsbildenden Schulen VLBS und VLW. Sie sprachen sich außerdem für die Anpassung der Schulgebäude an moderne pädagogische Konzepte aus.

Die Landesschülervertretung forderten ebenfalls mehr Lehrkräfte für eine bessere individuelle Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Die Klassenzimmer platzten aus allen Nähten.

Der ökologische Verkehrsclub Rheinland-Pfalz rief zum Start ins neue Schuljahr unterdessen dazu auf, dass die Kinder ihren Schulweg selbstständig zurückzulegen sollten. Ein aktiver Start in den Tag fördere nicht nur die körperliche sowie geistige Entwicklung. Er sorge auch dafür, dass die Kinder und Jugendlichen im Unterricht entspannter seien und sich besser konzentrieren könnten. Wenn auf das Elterntaxi verzichtet werde, könne auch das gefährliche Autogedränge vor der Schule vermieden werden, betonte Landeschef Rupert Röder.

Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) will beim Besuch einer Integrierten Gesamtschule in Mainz an diesem Montag ihre Pläne und Ziele sowie die Neuerungen für das anlaufende Schuljahr 2023/24 erläutern. Für rund 540.000 Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz geht in der kommenden Woche der Unterricht in ihren Klassen wieder los.

© dpa
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