Schadstoff-Sanierungskonzept für Flugplatz Bitburg liegt vor

Für den mit Schadstoffen belasteten ehemaligen US-Flugplatz Bitburg liegt jetzt ein Sanierungskonzept vor. Es sei «ein zentrales Anliegen des Zweckverbandes und der Kommunen, dass die geplanten Maßnahmen schnell umgesetzt werden, um das Eindringen weiterer Schadstoffe in das Grundwasser in größtmöglichem Umfang zu unterbinden», teilte der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Andreas Kruppert (CDU), am Dienstag mit.
Giftige Altlast in Flughafenumgebung
Ein Transportflugzeug startet vom US-Flughafen Spangdahlem hinter dem sogenannten Märchenweiher bei Binsfeld. © picture alliance / dpa

Seit Jahren ist bekannt, dass Böden des Flugplatzes durch per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) belastet sind. Die langlebigen Stoffe sind in Feuer-Löschschäumen enthalten und über Jahrzehnte bei Einsätzen oder Übungen versprüht worden. Auch andere Regionen um Flughäfen sind von der giftigen Altlast betroffen, wie auch Brandorte, Feuerlösch-Übungsplätze und Flugabsturzstellen.

Im Januar habe die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) den Sanierungsplan für den Flugplatz Bitburg bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord eingereicht, hieß es in einer Erklärung. Dieser sehe vor, dass die auf den BImA-Flächen im Boden festgestellten PFAS-Belastungen weitestgehend abgedichtet werden sollten. Zudem wolle die BImA auf einer der Flächen verunreinigtes Material in einem «Sicherungsbauwerk» zusammentragen und abdichten.

Für den Zweckverband sei auch «von großer Bedeutung, dass die Umsetzung des Sanierungskonzeptes die Möglichkeit der Vermarktung und Bebauung weiterer Flächen auf dem Flugplatz ermöglicht», teilte der Landrat mit. Der frühere US-Militärflughafen «Bitburg Air Base» war nach mehr als vier Jahrzehnten Nutzung 1994 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben worden. Auf dem knapp 500 Hektar großen Gelände haben sich seitdem rund 160 Betriebe angesiedelt. Seit 1995 arbeiten hier Bund, Land und der kommunale Zweckverband zusammen.

Der britische Sportmodehersteller Frasers hatte vor rund einem Jahr angekündigt, auf dem Flugplatz ein großes Verteilzentrum bauen zu wollen. Dazu hat er eine Gewerbefläche von 52 Hektar erworben.

Der Flugplatzbetrieb selbst ist seit 2014 ganz in privater Hand. Die Bit Air Flug GmbH betreibt die Infrastruktur des Sonderlandeplatzes, der von Maschinen mit einem maximalen Abfluggewicht von 14 Tonnen auf einer 1,2 Kilometer langen Rollbahn genutzt werden kann.

© dpa
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