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Saarländische Feuerwehr wird weiblicher

Das Jahr 2022 war in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr für die saarländische Feuerwehr: Es brannte besonders häufig, es musste viel technische Hilfe geleistet werden - und die Zahl der Mädchen und Frauen in den eigenen Reihen stieg sprunghaft an.
Feuerwehr
Feuerwehrleute stehen an einem Einsatzort. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Immer mehr Saarländerinnen engagieren sich in der örtlichen Feuerwehr. Im vergangenen Jahr kletterte die Zahl der Feuerwehrfrauen um 27 auf 1263. Inklusive Berufs- und Werksfeuerwehr macht dies laut Innenminister Reinhold Jost (SPD) einen Anteil von 11 Prozent aus. «Im Zehn-Jahres-Vergleich ist das die höchste weibliche Mitgliederzahl», sagte er am Freitag, als er die Feuerwehrstatistik 2022 vorstellte. Und auch der Nachwuchs bei der Feuerwehr wird zunehmend weiblicher: Bei den Mädchen erhöhte sich die Zahl im Vergleich zum Jahr zuvor um knapp 21 Prozent, so dass deren Anteil in der Jugendfeuerwehr bei mittlerweile 27,6 Prozent liegt.

Nachwuchsprobleme sind Jost zufolge «im Moment kein Thema». Denn die Jugendfeuerwehr verbuchte im vergangenen Jahr ein Plus von knapp sechs Prozent: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen erhöhte sich um 262 auf 4721. Landesbrandinspekteur Timo Meyer wertete es als Beleg für die «hervorragende Arbeit der Jugendbetreuer», dass sogar in Pandemiezeiten niemand verloren gegangen sei, sondern sogar noch dazugewonnen werden konnte - im Gegensatz zur Lage bei anderen Vereinen und Organisationen. Landesweit konnten im vergangenen Jahr aus der Jugendfeuerwehr 247 Nachwuchskräfte in die 312 Löschbezirke der aktiven Wehren übernommen werden.

Ein Rekord-Ergebnis im Zehn-Jahres-Vergleich vermeldete Jost auch bei den 9296 Einsätzen (plus 1351): Bei jedem dritten handelte es sich um einen Brandeinsatz. Die hohe Anzahl könne vor allem auf Vegetationsbrände zurückgeführt werden. Den neuen Herausforderungen wegen dieser Folgen des Klimawandels will die Feuerwehr in Zukunft auch mit gezielten Fort- und Weiterbildungen begegnen. «Wir müssen die Menschen qualifizieren, damit sie sicher und effizient ihren Einsatz abarbeiten können. Es ist nicht immer mit einem neuen Feuerwehrauto getan», sagte Uwe Schröder, Referatsleiter im Innenministerium.

Im Saarland werden der Brandschutz und die Technische Hilfe von 52 Freiwilligen Feuerwehren in 312 Löschbezirken, 14 Werkfeuerwehren und der Berufsfeuerwehr in Saarbrücken sichergestellt. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 11.501 Saarländerinnen und Saarländer in der Feuerwehr tätig, darunter 210 in der Berufsfeuerwehr Saarbrücken. Hinzu kamen 859 in den Werkfeuerwehren.

Bei allen Einsätzen wurden 114 Menschen tot geborgen, 1330 konnten gerettet werden. Bei Feuerwehr-Chef Timo Meyer bedankte sich Jost stellvertretend für den Einsatz der engagierten Kräfte. «Es ist kein Platz in diesem Land für verbale oder körperliche Ausfälligkeiten gegenüber Hilfsdiensten», betonte der Innenminister. Wer die Hand gegen sie erhebe, müsse erfahren, dass er dafür bestraft werde.

© dpa
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