Waffenbesitzer schießt aus Fenster: Zwei Polizisten verletzt

Großeinsatz der Polizei in einem Stadtteil von Saarbrücken: Ein Waffenbesitzer, dessen Wohnung durchsucht werden sollte, schießt aus dem Fenster. Ein Beamter wird getroffen und verletzt.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Ein Polizist ist am Freitag bei einem Einsatz in Saarbrücken-Klarenthal angeschossen und verletzt worden. Er werde im Krankenhaus behandelt, sei aber nicht in Lebensgefahr, teilte ein Sprecher der Polizei in Saarbrücken mit. Eine weitere Beamtin wurde durch umherfliegende Glassplitter verletzt. Der mutmaßliche Schütze habe sich nach der Schussabgabe in seiner Wohnung verbarrikadiert und anschließend gezielt auf die Absperrung und Fahrzeuge der Polizei geschossen, die am Vormittag zum Großeinsatz eintrafen.

Die Polizei rief Anwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. Eine Person schieße aus dem Fenster im Bereich Wilhelmstraße, hatte die Polizei über Twitter mitgeteilt. «Halten Sie sich von der Örtlichkeit fern! Bitte bleiben Sie in Ihren Häusern und von den Fenstern weg!» Der Bereich war weiträumig abgesperrt worden. Auch mehrere Stunden nach dem Beginn des Einsatzes gab es noch keine Entwarnung.

Nach Angaben der Polizei waren die Beamten am Morgen vor Ort, um die Waffenbehörde der Stadt Saarbrücken im Rahmen der Amts- und Vollzugshilfe zu unterstützen. Als die Polizisten und die Mitarbeiter der Stadt bei dem 67-Jährigen eintrafen, um dessen Wohnung zu durchsuchen, habe der Mann auf den Polizisten geschossen, hieß es.

Die Waffenbehörde war am Morgen mit einem Durchsuchungsbeschlusses des Verwaltungsgerichts Saarland angerückt. Nach Angaben des Gerichtssprechers sollten bei dem Mann am Freitag Waffen und Munition sichergestellt werden, nachdem ihm zuvor die Waffenbesitzkarte «sofort vollziehbar» entzogen worden war. Die Mitarbeiter der Waffenbehörde seien bei ihm erschienen, weil er zu erkennen gegeben habe, dass er nicht bereit sei, die Waffen freiwillig zurückzugeben.

Der Sprecher der Polizei sagte gegen Mittag: «Derzeit ist die Lage statisch. Wir bereiten jetzt weitere Maßnahmen vor, um die Lage friedlich zu beenden.»

© dpa
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