Bei Schießerei verletzter Polizist aus Krankenhaus entlassen

Der Polizist, der Freitag bei einem Einsatz in Saarbrücken-Klarenthal durch einen Schuss schwer verletzt worden war, ist auf dem Weg der Besserung. Er sei inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch in Saarbrücken. Der Beamte war von einer Kugel in den Oberkörper getroffen worden. Zuvor hatte der Saarländische Rundfunk (SR) darüber berichtet.
Ein Pfeil weist den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Mutmaßlicher Schütze war ein 67-Jähriger, der sich anschließend in seiner Wohnung verschanzte und später nach bisherigen Erkenntnissen selbst erschoss. Er war nach einem stundenlangen Großeinsatz tot in seiner Wohnung gefunden worden. Die Polizei war am Freitag vor Ort, um die Waffenbehörde der Stadt Saarbrücken dabei zu unterstützen, bei dem Mann Waffen und Munition sicherzustellen.

Der komplette Einsatz der Polizei werde derzeit intern geprüft, sagte der Sprecher des Landespolizeipräsidiums. «Das machen wir grundsätzlich immer bei größeren Einsätzen, weil wir wollen ja auch daraus lernen.» Hier gebe es ein besonderes Interesse, weil ein Polizist verletzt worden sei und man prüfe, wie man so etwas künftig verhindern könne.

Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass bei dem Einsatz «irgendetwas falsch gelaufen ist», sagte der Sprecher. Die Ermittlungen rund um «eine Vielzahl von Waffen», die bei dem früheren Rechtsanwalt sichergestellt wurde, dauerten an.

Die Waffenbehörde hatte dem Mann zuvor die Waffenbesitzkarte entzogen, nachdem er nach Angaben des Verwaltungsgerichts des Saarlandes «polizeirechtlich und waffenrechtlich» in Erscheinung getreten war.

Gegen den 67-Jährigen hatte es laut Staatsanwaltschaft Saarbrücken von 1995 bis 2022 mehrere Verfahren gegeben. Darin sei es unter anderem um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und illegalen Waffenbesitz gegangen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zuletzt sei der Mann im April vom Amtsgericht Saarbrücken wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt worden.

© dpa
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