Hochschulreform kommt voran: Reicht das Geld?

Die Strukturreform der Universitäten in Rheinland-Pfalz ist in Deutschland ohne Beispiel. Die Hochschulen klagen aber, das Geld reiche dafür nicht. Minister Hoch ist zuversichtlich.
Clemens Hoch (SPD), Minister für Wissenschaft und Gesundheit von Rheinland-Pfalz, schaut in die Kamera. © Arne Dedert/dpa/Archivbild

Die aus der Strukturreform hervorgegangenen Universitäten Koblenz und Kaiserslautern-Landau können voraussichtlich mit mehr Geld rechnen. «Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir alles das, was wir mit den Hochschulen besprochen haben, auch in den nächsten Jahren gut aufs Gleis setzen, so dass wir starke Hochschulstandorte haben», sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Einzelheiten nannte der Minister aber nicht und verwies darauf, dass der Doppelhaushalt 2023/24 im September im Kabinett verabschiedet und im Oktober in den Landtag eingebracht werden soll.

«Wir haben die Hochschulstrukturreform nicht gemacht, um Geld zu sparen, sondern um uns vernünftig aufzustellen», sagte Hoch. «Dass die Hochschulen jetzt im Umstrukturierungsprozess sagen, wir haben an vielen Stellen gemerkt, wir brauchen noch Geld, ist total nachvollziehbar.» Die Universität Koblenz-Landau sei nicht «üppig ausgestattet» gewesen.

Bei der Strukturreform wird die Universität Koblenz selbstständig. Der Standort Landau wird von Koblenz abgetrennt und fusioniert mit der Technischen Universität Kaiserslautern. Daraus entsteht die neue landesweite Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU).

«Wenn wir einen erfolgreichen Start im Januar 2023 haben - und davon gehe ich aus - dann sind beide Standorte Koblenz und Kaiserslautern-Landau wirklich gut gestärkt», sagte Hoch. Die Kapazität für die Studierenen-Zahlen könne 2023 erhalten bleiben. «Im Ergebnis ist das alles gut, aber es war in den letzten Jahren auch kein leichter Weg.»

«Der Campus platzt aus allen Nähten», hatte Gerhard Lerch, Sprecher der Universität Koblenz, Engpässe beim Geld beschrieben. Das Land habe bisher nur finanzielle Zusagen bis 2023 gemacht, kritisierte der Präsident der TU Kaiserslautern, Arnd Poetzsch-Heffter. Für den Transformationsprozess sowie die geplante Schwerpunktbildung der neuen landesweiten TU sei aber noch dringend Geld notwendig. So fehlten beispielsweise Kapazitäten im Rechenzentrum für die künftige RPTU.

© dpa
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