Reihe an Geldautomatensprengungen: Polizei prüft Fälle

Die Fälle gesprengter Geldautomaten häuft sich gerade in Rheinland-Pfalz. 2022 ist die Zahl der versuchten und vollendeten Sprengungen höher als in den vergangenen Jahre - zuletzt gab in kurzem Abstand einige Fälle im Norden.
Nach der Sprengung eines Geldautomaten im Stadtteil Karthause kehrt einen Bankmitarbeiter Scherben auf. © Thomas Frey/dpa

Koblenz, Kaifenheim, Bleialf, Hundsangen und Kirchberg, allein in den vergangenen Tagen ist es im Norden von Rheinland-Pfalz zu fünf versuchten oder vollendeten Sprengungen von Geldautomaten gekommen. Insgesamt schlugen Täter in diesem Jahr landesweit schon 43 Mal zu, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) in Mainz am Donnerstag mitteilte. Ob es bei den jüngsten Fällen im Norden Zusammenhänge gibt, wird laut Polizei nun geprüft.

Die Gesamtzahl der Taten aus dem laufenden Jahr liegt teilweise weit über den Werten der vergangenen fünf Jahre. Demnach hatten sich im letzten Jahr nur 23 Diebe an einer Sprengung versucht oder sie tatsächlich durchgeführt. In den Jahren 2019 (22), 2018 (26) und 2017 (23) waren es ähnlich wenige Fälle. Nur im ersten Corona-Jahr 2020 lag die Zahl mit 35 Fällen etwas höher. Warum es gerade jetzt vermehrt kracht und ob beispielsweise saisonale Effekte eine Rolle spielen, dazu kann das LKA nur Mutmaßungen anstellen. Die Dichte an Taten über das Jahr verteilt ist so unterschiedlich, dass sich kein klares Bild ergibt.

Die Polizei in Trier vermutet derzeit einen Zusammenhang zwischen einer Sprengung und einem Geisterfahrer, der am Mittwoch vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet und durch eine Baustelle in der Nähe von Bitburg gefahren war. In allen jüngsten Fällen außer in Bleialf konnte die Polizei zudem bestätigen, dass die Täter in einem hochmotorisierten Fahrzeug vom Tatort flohen.

In der Regel handelt es sich um überregionale Tätergruppierungen, die auch große Anfahrts- und Fluchtwege in Kauf nehmen. Das bestätigte das LKA. In den vergangenen Jahren seien an den Sprengungen meist organisierte Tätergruppen aus den Niederlanden beteiligt gewesen. Trotz vieler Sprengungen wird in Rheinland-Pfalz den Angaben zufolge etwa jeder dritte bis vierte Fall aufgeklärt - abgeschreckt hat das die Täter in diesem Jahr wohl nicht.

© dpa
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