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Plaketten für Opfer der Trierer Amokfahrt verlegt

In der Trierer Fußgängerzone gibt es jetzt Gedenkorte mit Plaketten für die Opfer der Amokfahrt. Sie sind an den fünf Stellen, an denen Menschen getötet wurden. Jede ist anderes.
Gedenkplaketten für Opfer der Amokfahrt von Trier
Eine Gedenkplakette für eines der Opfer der Amokfahrt ist in das Straßenpflaster eingebettet. © Harald Tittel/dpa

Rund drei Jahre nach der Amokfahrt in Trier erinnern nun Gedenkplaketten in der Fußgängerzone an die Todesopfer. Die Plaketten wurden am Freitag an den fünf Stellen verlegt, an denen Menschen von dem Amokfahrer getötet wurden. «Jede Plakette wurde in Abstimmung mit den Familien unterschiedlich gestaltet», sagte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) bei einem Rundgang.

Auf manchen stehen Namen und Daten, auf anderen sind auch Symbole wie ein Pferd mit Engelsflügeln, eine Magnolie oder eine Sonne. Die länglichen Tafeln aus Bronze, die der Trierer Künstler Guy Charlier gefertigt hat, werden über Bodenfluter in der Dunkelheit beleuchtet. Angehörige hätten die Plaketten am Freitag an den Orten eingepasst. Wegen letzter Arbeiten seien sie erst ab Montag zu sehen.

Am 1. Dezember 2020 war ein Amokfahrer mit seinem Geländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hatte gezielt Menschen angefahren. Bei der Tat starben fünf Menschen: ein neun Wochen altes Baby, dessen Vater (45) und drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren. Im Oktober 2021 war zudem ein 77-Jähriger gestorben, der bei der Tat schwer verletzt worden war. Daher spricht die Stadt von sechs Todesopfern infolge der Amokfahrt.

Das ist auch der Grund, warum bei einer zudem geplanten zentralen Gedenkstätte für die Opfer der Amokfahrt auf einem Platz nahe der Porta Nigra sechs große Stelen errichtet werden. Das Werk des beauftragten Künstlers Clas Steinmann solle im Frühjahr 2024 fertig werden, hieß es. Wichtige Vorarbeiten am Platz sind bereits abgeschlossen.

Am dritten Jahrestag der Amokfahrt (1. Dezember) werde es in der Kapelle des Trierer Doms ein stilles Gedenken geben, kündigte Leibe an. Zudem würden wieder die Glocken des Doms und der Kirchen in der Innenstadt zur damaligen Tatzeit ab 13.46 Uhr vier Minuten lang läuten. «Es ist alles gesagt. Es geht darum, Anteil zu nehmen und innezuhalten», sagte er.

Der Täter war im August 2022 wegen mehrfachen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete wegen einer psychischen Erkrankung des Mannes dessen Unterbringung in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa
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