Strobel: Partei- und Fraktionsvorsitz nicht in einer Hand

01.04.2022 Nach Meinung des stellvertretenden Vorsitzenden der Saar-CDU, Peter Strobel, müssen bei der Union im Land künftig Partei- und Fraktionsvorsitz nicht in einer Hand liegen. Die CDU sei nach der Wahlniederlage in einer Phase, in der sie sich neu aufstellen und definieren müsse, wie das Profil der neuen Parteispitze und die Oppositionsarbeit aussehen soll, sagte der bisherige Finanzminister am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Peter Strobel (CDU), Minister für Finanzen und Europa des Saarlandes. © Oliver Dietze/dpa/Archivbild

«Da ist es keinesfalls notwendig, dass Fraktions- und Parteiführung personenidentisch sind. Ganz zu schweigen von der Frage, wer in fünf Jahren als Spitzenkandidat der CDU Saar in die Landtagswahl geht», sagte Strobel. Noch-Ministerpräsident Tobias Hans und der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Funk hatten das zuletzt anders gesehen. Eine Kandidatur für den Parteivorsitz im Land als Nachfolger von Hans schloss Strobel im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur nicht aus. Er sehe seine Perspektive jedoch «nicht im Fraktionsvorsitz und auch nicht in der Spitzenkandidatur 2027», betonte der 51-Jährige.

Hans hatte nach der schweren Niederlage bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag angekündigt, den CDU-Landesvorsitz abzugeben. Auf einem Parteitag am 28. Mai soll über die personelle Neuaufstellung entschieden werden. Landtagspräsident Stephan Toscani hatte im Parteivorstand bereits seine Bereitschaft erklärt, für das Amt zu kandidieren.

Mit dem Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Neunkirchen und Justiz-Staatssekretär Roland Theis sei er sich einig, dass ein Erneuerungsprozess für die CDU erforderlich sei, sagte Strobel. Neben einer Bestandsaufnahme sei eine Analyse erforderlich, die alle Ebenen der Partei einbeziehe. «Aus den Ergebnissen müssen wir gemeinsam ein Sanierungskonzept erarbeiten. Nicht nur programmatisch, sondern auch konzeptionell - insbesondere, was Veranstaltungsformate, Formen der Mitgliederbeteiligung und des offenen Diskurses angeht», so Strobel.

Wie die meisten Mitglieder der CDU Saar stehe auch er immer noch unter dem Eindruck der Wahlniederlage und der damit verbundenen Enttäuschung. Er sei jedoch überzeugt, dass es eine Aufgabe gebe, «von der aus ich mithelfen kann, die CDU Saar so bald wie möglich wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Das kann, muss aber nicht zwingend in einer Spitzenfunktion der Partei sein.»

© dpa

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