Tierschützer fordern Verbot von privater Wildtier-Haltung

Maßweiler (dpa/lrs) Das private Halten von exotischen Tieren wird immer beliebter und zunehmend zum Problem. «Dieser Trend verursacht erhebliches Tierleid», sagt Sandra Altherr, Projektleiterin der Organisation Pro Wildlife. In der «Tierart»-Station der Stiftung Vier Pfoten im rheinland-pfälzischen Maßweiler gibt es aktuell rund 60 Wildtiere, die beschlagnahmt, aus schlechten Haltungen gerettet oder ausgesetzt wurden. Darunter Füchse, Marderhunde, Waschbären, ein afrikanischer Serval und sogar ein Puma und zwei Tiger. Jüngster Neuzugang ist ein Polarfuchs, der in einem winzigen Käfig in einer Privatwohnung vor sich hinvegetiert habe.
Polarfuchs Wukk läuft in seinem Gehege in der TIERART Wildtierstation herum. © Oliver Dietze/dpa

«Das Problem ist, dass es in Deutschland keine Regelung gibt, die besagt, dass man keine Wildtiere zuhause halten darf», sagt Eva Lindenschmidt, stellvertretende Betriebsleiterin der «Tierart»-Station und Wildtier-Expertin der Organisation Vier Pfoten.

Bislang hätten neun Bundesländer auf das Fehlen bundeseinheitlicher Gesetze reagiert und Verordnungen über die Haltung gefährlicher oder giftiger Tiere erlassen. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland dürfen Löwen oder Krokodile jedoch leider weiterhin legal gehalten werden, so Lindenschmidt. Die Tierschützer fordern Länder nachdrücklich auf, eigene umfassende und weitreichende Gefahrtierverordnungen einzuführen.

© dpa
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