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Nach Streik: Bei der Bahn gilt wieder der reguläre Fahrplan

Erhebliche Beeinträchtigungen verursachte der befristete Ausstand der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer auch an Rhein und Saar. Ab Freitagfrüh soll der Zugbetrieb wieder normal laufen.
Warnstreik bei der Bahn
Ein Regional-Express der Deutschen Bahn (DB) steht an einem Bahnsteig im Hauptbahnhof. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Nach dem Warnstreik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will die Deutsche Bahn ab diesem Freitag wieder nach dem regulären Fahrplan unterwegs sein. Dies gelte ab Freitagfrüh im Fern- und Regionalverkehr, teilte eine Sprecherin mit. «Da auch nach dem Ende des GDL-Streiks mit mehr Reisenden als sonst zu rechnen ist, empfehlen wir im Fernverkehr eine Sitzplatzreservierung», erklärte die Sprecherin.

Um am Freitag das reguläre Angebot erfüllen zu können, habe im gesamten Fern- und in Teilen des Regionalverkehrs auch nach Ende des Warnstreiks am Donnerstag, 18.00 Uhr, zunächst noch der Notfahrplan gelten müssen. Dies ermögliche einen reibungslosen Betriebsstart am Freitagmorgen.

Lokführer, Zugbegleiter, Werkstattbeschäftigte und Fahrdienstleiter waren von Mittwochabend, 22.00 Uhr, bis Donnerstag, 18.00 Uhr, zur Warnstreik-Teilnahme aufgerufen. Es galt ein stark ausgedünnter Fahrplan.

Im S-Bahn- und Regionalverkehr in Rheinland-Pfalz und dem Saarland kam es auf vielen Strecken zu Ausfällen, andere Linien fuhren im Zweistundentakt. Betroffen waren auch Züge anderer Bahnunternehmen, wie der Mittelrheinbahn, die die Regionallinie RB 26 zwischen Mainz und Köln betreibt.

Die GDL fordert unter anderem 555 Euro mehr im Monat bei zwölf Monaten Vertragslaufzeit sowie eine Inflationsausgleichsprämie. Als Knackpunkt gilt die Forderung nach einer Absenkung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Wochenstunden für Schichtarbeiter bei vollem Lohn. Die Deutsche Bahn hatte in der ersten Verhandlungsrunde ein eigenes Angebot vorgelegt, das unter anderem eine Entgelterhöhung von elf Prozent bei einer Laufzeit von 32 Monaten vorsieht. Zur Arbeitszeit findet sich in der Offerte nichts.

© dpa
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