Forschungsmuseum für Archäologie bekommt einen neuen Namen

Am 28. September bekommt das Mainzer Forschungsmuseum für Archäologie den Schlüssel für sein neues Gebäude überreicht. Damit beginnt eine neue Ära für die 1852 gegründete Einrichtung.
Das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) in Mainz bekommt nach 170 Jahren einen neuen Namen. © Arne Dedert/dpa/Archivbild

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) in Mainz bekommt nach 170 Jahren einen neuen Namen. Wie das archäologische Forschungsmuseum ab dem 1. Januar 2023 heißen soll, wird bei der feierlichen Schlüsselübergabe für das neue Gebäude am 28. September verkündet. Der Umzug aus dem Kurfürstlichen Schloss in das neue Leibniz-Zentrum für Archäologie beginnt am 4. Oktober und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

«Nach 170 Jahren den Namen einer neuen Einrichtung zu verändern - das macht man nicht leichtfertig», sagte Generaldirektorin Alexandra Busch zu Beginn des Jahres. «Aber Römisch-Germanisches Zentralmuseum - das bildet nicht im Ansatz ab, was wir alles tun.»

Im Leibniz-Zentrum für Archäologie solle ein deutschlandweit einzigartiger Ort für internationale Forschung, Museen und einen lebendigen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entstehen, erklärt das RGZM. Im neuen Museum, das 2024 eröffnet werden soll, und auch im benachbarten Museum für Antike Schifffahrt soll das Konzept der Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft umgesetzt werden.

Die gesamte Nutzfläche in dem Neubau an der Rheinstraße umfasst rund 9700 Quadratmeter. Davon entfallen nahezu 3000 Quadratmeter auf die Ausstellungsbereiche, 1300 Quadratmeter auf archäologische Werkstätten und etwa 1250 Quadratmeter auf die Bibliothek. Die Bibliothek geht beim Umzug voran: Etwa vier bis fünf Wochen lang werden mehr als 200.000 Bücher und andere Medien ins neue Haus gebracht.

Danach folgen Werkstätten und Büros sowie die Sammlung des RGZM. Die mehr als 220.000 Objekte wurden seit der Schließung des bisherigen Museums im Jahr 2017 über mehrere Stationen gereinigt, mit Inventarbüchern abgeglichen, einer Generalinventur unterzogen, digitalisiert und umzugssicher verpackt.

Die digitalisierte Sammlung wurde in einer Datenbank erfasst und soll künfig nach dem Grundsatz des «Open Access» für alle zugänglich sein. Die historischen Objekte werden im neuen Haus nach Materialien sortiert und entsprechend der unterschiedlichen klimatischen Anforderungen etwa von Glas, Metall oder Keramik eingelagert.

Die künftige Dauerausstellung soll unter dem Titel «Zusammenleben» stehen. «In der Geschichtswissenschaft wird der Fokus meist sehr auf die Unterschiede gelegt, auf Eigenheiten etwa der Regionen», sagte Generaldirektorin Busch. «Das ist auch interessant. Aber wir fragen vor allem: Was haben wir gemeinsam?» Seit Jahrtausenden gebe es für alle Menschen das gemeinsame «Bedürfnis zu verstehen, was um uns passiert».

© dpa
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