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Moselwinzer erzielen Erntemenge leicht unter Durchschnitt

An der Mosel ist die Weinlese in den letzten Zügen. In einer Erntebilanz zeigen sich die Winzer zufrieden: Mengenmäßig leicht unterm Schnitt, aber mit Top-Qualitäten.
Erntesaison an der Mosel endet
Erntehelfer lesen in der Lage Kanzemer Altenberg Trauben für einen Riesling. © Harald Tittel/dpa

Die Moselwinzer haben in diesem Herbst eine Erntemenge leicht unter dem Durchschnitt eingefahren. Mit geschätzten rund 710.000 Hektolitern (71 Millionen Liter) falle sie 1,5 Prozent kleiner aus als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre, teilte der Vorsitzende des Vereins Moselwein, Henning Seibert, am Freitag in Kanzem an der Saar mit. Im Vergleich zum Vorjahr liege die Ernte aber um drei Prozent höher: 2022 waren wegen Trockenheit nur 688.000 Hektoliter in die Tanks und Fässer geflossen.

«Der Jahrgang war eine Herausforderung. Er hat aber auch die Chance auf die Erzeugung von Spitzenweinen geboten», sagte Seibert. Der «Turbo-Herbst» habe in den meisten Weinlagen «einen hohen Selektionsaufwand» erfordert. Bei der an der Mosel wichtigsten Rebsorte Riesling, die auf gut 60 Prozent angebaut wird, sei dies mit Top-Qualitäten bis hin zu edelsüßen Raritäten wie Trockenbeerenauslesen belohnt worden. «Beim Riesling gehen wir von einem hervorragenden Jahrgang aus», sagte Seibert.

Früher reifende Burgundersorten dagegen seien mit dem Wetter im Spätsommer weniger gut zurecht gekommen. «Wir spüren den Klimawandel.» Besonders bei der Erntezeit: Mitte Oktober sei die Lese nun bereits fast beendet, vor 20 Jahren sei da die Ernte des Rieslings erst richtig losgegangen.

Im fünftgrößten deutschen Weinanbaugebiet werden gut 8500 Hektar bewirtschaftet. Die Rebflächen erstrecken sich an der Mosel von Perl im Saarland bis nach Koblenz sowie an den Unterläufen der Flüsse Saar, Ruwer, Sauer. Mehr als 98 Prozent liegen auf rheinland-pfälzischem Gebiet.

Man gehe davon aus, dass die Rebfläche in den nächsten Jahren kleiner werde, vor allem in den Steillagen und der Terrassenmosel, sagte Geschäftsführer Ansgar Schmitz. Grund sei auch eine «unbefriedigende Preisentwicklung», die zur weiteren Aufgabe von Flächen führen dürfte. Ausländische Fassweine drängten zu sehr niedrigen Preisen auf den deutschen Markt, da auch in anderen Ländern der Konsum gedämpft und die Produktion höher als der Absatz sei, sagte er.

2022 seien 201 000 Hektoliter weißer Qualitätswein im Wert von rund 93 Millionen Euro aus dem Anbaugebiet Mosel in 100 Länder exportiert worden, teilte Schmitz mit. Die Menge ging im Vergleich zum Jahr davor leicht zurück - bei gleichzeitig steigendem Wert. Der meiste Wein ging in die USA, gefolgt von China, Norwegen und Kanada. Höchste Zuwachsraten seien in China und Italien erzielt worden.

© dpa
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