Sieger im Architekten-Wettbewerb für Gutenberg-Museum gekürt

Der geplante Neubau des Gutenberg-Museums in Mainz nimmt Gestalt an. Die Stadt Mainz hat am Donnerstagabend die Preisträger des Architektenwettbewerbs bekannt gegeben. Als Sieger kürte das Preisgericht das Büro h4a Gessert + Randecker Architekten. Der zweite Preis ging an das Büro Riehle + Assoziierte und der dritte Preis an das Büro Wulf Architekten. Die drei Bestplatzierten sind alle Büros aus Stuttgart.
An der Fassade «Haus zum Römischen Kaiser» ist «Gutenberg Museum» zu lesen. © Andreas Arnold/dpa

«Ein toller Entwurf, er passt zu Mainz», sagte Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD) über den Siegerentwurf. Sie hoffe nun, dass der Entwurf «eine ganz große Akzeptanz in der Stadt Mainz findet». Das Preisgericht hatte über die Entwürfe von 25 Architektenbüros zu entscheiden. Die Öffentlichkeit kann alle Entwürfe vom 8. bis 26. Oktober bei einer Vernissage im Naturhistorischen Museum in Mainz sehen.

Das letzte Wort ist mit der Entscheidung des Preisgerichts noch nicht gesprochen. Die Preisträger-Büros werden nun aufgefordert, ihre Eignungskriterien und Angebote zu übermitteln. Zum Abschluss des Vergabeverfahrens soll dann nach Angaben der Stadt letztlich der umzusetzende Entwurf feststehen.

Die Zukunft des in die Jahre gekommenen Museums mit seinen wertvollen Ausgaben der Gutenberg-Bibel beschäftigt die Landeshauptstadt schon seit Langem. Eine geplante Erweiterung mit dem sogenannten Bibelturm scheiterte 2018 nach hitzigen Diskussionen in einem Bürgerentscheid. Der nach der Gutenberg-Bibel benannte Turm als erster Schritt für ein Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung des Museums hätte 20,5 Meter hoch werden sollen. Die Gegner des Projekts hatten vor allem die moderne Architektur auf dem Domplatz kritisiert und die Finanzierung angezweifelt.

Die nun prämierten Entwürfe kommen dagegen vergleichsweise unspektakulär daher. Das Gebäudeensemble des Siegerentwurfs ist bislang mit einer Betonfassade geplant. Der Beton könne eventuell rötlich eingefärbt werden, erklärte das Preisgericht. Die Kostenprognose wurde auf voraussichtlich 70 Millionen Euro beziffert. Bis wann das Vergabeverfahren beendet sein soll, wurde nicht gesagt.

Ende 2023 soll das Gutenberg-Museum vorübergehend ins Naturhistorische Museum ziehen. Dort hat es mit etwa 600 Quadratmeter ungefähr zehn Prozent der derzeitigen Ausstellungsfläche zur Verfügung. Weitere 200 Quadratmeter könnten aber für gemeinsame Sonderausstellungen genutzt werden. Parallel zum Umzug soll der aus den 60er-Jahren stammende Bau abgerissen werden, in dem das Museum jetzt untergebracht ist. Ende 2026 soll der Neubau stehen und dann nach und nach bezogen werden.

© dpa
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