Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz erneut gestiegen

Die Erwerbslosigkeit nimmt weiter zu. Dafür gibt es mehrere Gründe. Auch der Ukraine-Krieg gehört dazu. Auf Jugendliche warten derweil viele Ausbildungsstellen.
Die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Die Arbeitslosigkeit ist in Rheinland-Pfalz erneut gestiegen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken am Mittwoch mitteilte, waren im August 109.600 Frauen und Männer arbeitslos, 3300 oder 3,1 Prozent mehr als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 900 Erwerbslose weniger gezählt (minus 0,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz lag im August bei 4,9 Prozent. Vor vier Wochen hatte sie 4,7 Prozent und vor einem Jahr ebenfalls 4,9 Prozent betragen. Stichtag der Erhebung war der 11. August.

Die Chefin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz, erklärte den Anstieg der Arbeitslosigkeit im August damit, «dass sich auch in den letzten Wochen geflüchtete Menschen aus der Ukraine bei den Jobcentern arbeitslos gemeldet haben». Im August wurden 9600 erwerbslose Flüchtlinge aus dem Kriegsland gezählt, 4,8 Prozent mehr als im Juli. Hinzu kamen laut Schulz ein saisonaler Anstieg der Erwerbslosigkeit und das Ausbildungsende junger Menschen ohne sofortige Weiterbeschäftigung.

Diese könnten aber wohl sicher «sehr schnell in Arbeit sein». 25.400 Ausbildungsstellen waren laut Regionaldirektion bislang in Rheinland-Pfalz gemeldet, 900 oder 3,6 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Derzeit sind noch 3800 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Demgegenüber stehen 8900 offene Ausbildungsplätze.

Darüber hinaus meldeten Betriebe in den vergangenen vier Wochen 8700 neue Arbeitsstellen - 11,7 Prozent als im Juli. Insgesamt waren im August in Rheinland-Pfalz 48.200 offene Stellen registriert - 0,9 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 7300 Stellen mehr gezählt (plus 17,7 Prozent). Angeboten wurden die meisten Jobs in der Zeitarbeit (11.430), im Handel (5810), im Verarbeitenden Gewerbe (5300), im Gesundheits- und Sozialwesen (5050) sowie für freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (4070).

© dpa
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