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Informatik wird Pflichtfach ab Klasse 7 im Saarland

Mehr Schüler, mehr Lehrer und mehr digitale Bildung: So will das Saarland nach den großen Ferien in das neue Schuljahr starten. Montag geht es los.
Schule
Ein Lehrer steht im Unterricht an der Tafel. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Für die Siebtklässler im Saarland steht ab Montag ein neues Fach auf dem Stundenplan: Für sie wird landesweit an allen Gymnasien und Gemeinschaftsschulen Informatik eingeführt - als Pflichtfach, das war bisher anders. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) erhofft sich dadurch, dass Schülerinnen und Schüler lernen, digitale Prozesse zu verstehen, um damit «kritisch und reflektiert» umgehen zu können - wie etwa mit der Software ChatGPT, die künstliche Intelligenz einsetzt.

Die Zahl der Lehrkräfte, die Informatik unterrichten können, sei durch Qualifizierungsmaßnahmen seit September 2021 erhöht worden: von bislang 154 auf jetzt 277. «Damit sind wir meines Erachtens gut vorbereitet», sagte Streichert-Clivot am Donnerstag.

Die digitale Bildung will sie auch an Grundschulen vorantreiben: mit einer Tablet-Ausstattung ab der dritten Klasse. Das Arbeiten mit digitalen Medien an Grundschulen, das sehr kontrovers diskutiert werde, solle wissenschaftlich begleitet werden. Darüber hinaus arbeite man derzeit an einem Digitale-Medien-Gesetz, das auch Vorgaben zu Tablet-Ausleihe, Datenschutz und IT-Sicherheit verbindlich regle.

Nach wie vor ist es nach Ansicht der Ministerin wichtig, die grundlegenden Kompetenzen der Kinder in den Fächern Deutsch und Mathe zu stärken. Das habe nicht zuletzt auch die aktuelle Bildungsmonitor-Studie gezeigt. «Lesen, Schreiben, Rechnen ist die Grundlage, diese Welt zu verstehen», so Streichert-Clivot. Sie plane dazu eine Experten-Fachtagung, die den Auftakt für eine Qualitätsoffensive mit Fokussierung auf diese Basiskompetenzen bilden soll.

Darüber hinaus stellte die Ministerin einen Fünf-Punkte-Plan zur Lehrkraftgewinnung vor, Schwerpunkt soll eine praxisnahe Ausbildung während des Studiums sein. Außerdem sind Ausbildungsschulen für den fachlichen Wissenstransfer, der Aufbau eines Mentorensystems zur besseren Betreuung von Referendaren vor Ort und die Einbeziehung von Quer- und Seiteneinsteigern vorgesehen. Überlegt werden müsse zudem, ob statt des Staatsexamens künftig nicht der Weg zu einem Bachelor- und Master-Abschluss der bessere sei. Dies könne auch den Wechsel von anderen Studiengängen ins Lehramt erleichtern.

Die Zahl der unbefristeten Lehrkräfte ist nach Angaben des Ministeriums im Vergleich zum Vorjahr um 147 auf 2117 gewachsen. Ihnen stehen auch gestiegene Schülerzahlen gegenüber. So gibt es zum Schulstart am Montag 2947 Schülerinnen und Schüler mehr als im letzten Jahr: Das ist ein Plus von 2,4 Prozent auf 123.008.

Mit einem Zuwachs von 1619 Kindern ist die Zunahme an den Grundschulen besonders hoch. Streichert-Clivot führte dies vor allem auf die Zuwanderung aus der Ukraine und anderen Kriegs- und Krisengebieten zurück.

© dpa
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