Einige Ahr-Kitas werden abgerissen: Hubig besucht Ahr-Schule

Die tödliche Ahr-Flut ist schon vor zehneinhalb Monaten durch das enge Flusstal gerauscht. Immer noch sind manche Schulen und Kitas beschädigt. Ihr Wiederaufbau zieht sich teils lange hin.
Stefanie Hubig (SPD). © Sascha Ditscher/Sascha Ditscher/dpa/dpa/Archivbild

Einige Kindergärten sind bei der Flutkatastrophe im Ahrtal so stark beschädigt worden, dass sie nur noch abgerissen werden können. Dies sei bei der katholischen Kita in Dernau und dem ebenfalls katholischen Kindergarten St. Pius in Bad Neuenahr-Ahrweiler der Fall, teilte die Kreisverwaltung Ahrweiler der Deutschen Presse-Agentur mit. Die katholische Kita Blandine-Merten-Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler sei bereits zurückgebaut worden.

Laut dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium waren bei der Sturzflut im Juli 2021 im Ahrtal mit 134 Toten und Tausenden verwüsteten Gebäuden 42 Kindergärten betroffen. Heute müssten im Kreis Ahrweiler noch zehn Kitas saniert oder neu gebaut werden. Darüber hinaus wurden nach Angaben des Ministeriums 17 Schulen im Kreisgebiet von der Flut nach extremem Starkregen beschädigt. Bei 16 davon sei die Sanierung immer noch nicht abgeschlossen. Wie lange sie sich hinziehe, sei teils unklar.

Zehneinhalb Monate nach dem Hochwasser besucht Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) eine der größten flutgeschädigten Schulen. An diesem Donnerstag (13.15 Uhr) will sie mit Schülerinnen und Schülern, Lehrern und Schulleitung über die Lage der Berufsbildenden Schule (BBS) des Kreises Ahrweiler in Bad Neuenahr-Ahrweiler sprechen.

Laut Bildungsministerium sind die Schüler aus Ausweichquartieren in die immer noch teils beschädigte Schule zurückgekehrt. Das sei «ein wichtiges Signal für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe». Nach Angaben der Kreisverwaltung Ahrweiler besuchen regulär rund 2500 Schüler die BBS.

Viele andere Schüler und Kitakinder im Ahrtal müssen noch in provisorischen Quartieren ausharren. Alleine in einem großen Containerdorf in Grafschaft hoch über dem Flusstal sind laut Bildungsministerium insgesamt mehr als 1000 Schüler untergebracht: rund 800 von einem zerstörten Gymnasium, etwa 80 von einer verwüsteten Grundschule und circa 170 von einer beschädigten Realschule plus. Kitakinder spielen der Kreisverwaltung zufolge gegenwärtig unter anderem auch in einem Kloster, einem Dorfgemeinschaftshaus und ebenfalls in Containern. Auch ein Bauwagen werde für eine naturpädagogische Gruppe genutzt.

© dpa
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