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Heraeus beteiligt sich an Photovoltaik-Gigafabrik

Im französisch-deutschen Grenzgebiet entsteht eine riesige Anlage zum Bau von Photovoltaik-Modulen. Sie soll die Solarkapazitäten der EU erweitern. Damit die Zellen wirkungsvoll arbeiten, wird ultradünne Silberpaste aufgetragen. Die Technik dafür kommt aus Hessen.
Photovoltaik
Ein Solarpark unter wolkigem Himmel. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Der Technologiekonzern Heraeus beteiligt sich an der großen Photovoltaik-Fabrik des Herstellers Holosolis, die in Frankreich in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze einmal zehn Millionen Solarmodule jährlich produzieren soll. Heraeus will eine spezielle Technologie zur Steigerung der Effizienz der Solarzellen liefern, wie das Familienunternehmen mit Sitz im hessischen Hanau am Montag ankündigte. Heraeus ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Hersteller von Silbermetallisierungspasten, die ein wesentlicher Bestandteil von Photovoltaikzellen sind.

Holosolis plant am Standort Hambach nach eigenen Angaben Investitionen von über 700 Millionen Euro, rund 1700 Arbeitsplätze sollen in der Grenzregion entstehen. Die Fabrik soll 2025 ihren Betrieb aufnehmen und bei voller Kapazität im Jahr 2027 pro Jahr Photovoltaik-Paneele mit einer Kapazität von fünf Gigawatt (GW) produzieren. Dies entspreche dem Energiebedarf von einer Million Haushalten.

«Heraeus wird Holosolis mit den neuesten Metallisierungstechnologien beliefern, die ein Schlüsselelement bei der Herstellung einer Photovoltaikzelle darstellen», sagte Konzernmanager Christian Neumann. «Wir werden auch eine aktive Rolle im Aufsichtsrat spielen, indem wir Rat, Erfahrung und Fachwissen zur Verfügung stellen.» Konkrete Summen zur Beteiligung wollte der Konzern nicht nennen.

Die Silberpasten werden laut Neumann mit Siebdruck auf die Solarzellen aufgetragen. Diese Schicht ist ultradünn - und soll noch dünner werden, um den Wirkungsgrad der Stromerzeuger zu erhöhen. «Heraeus ist der letzte verbliebene europäische Hersteller solcher Produkte auf dem Weltmarkt», sagte Neumann. Holosolis-Geschäftsführer Jan Jacob Boom-Wichers sagte: «Heraeus ist mit seinen fortschrittlichen Technologien im Bereich der Metalllösungen eine sehr wertvolle Ergänzung zu unserer globalen Führungsposition.»

Die neue Produktionsstätte in Hambach soll Europas Solarkapazitäten erweitern, um die Energiesicherheit des Kontinents zu gewährleisten. Holosolis ist eine Unternehmensgründung, die über das Europäische Institut für Innovation und Technologie unterstützt wird.

Holosolis sei eine direkte Antwort auf die wachsende Sorge um die Versorgungssicherheit, da derzeit 80 Prozent der weltweit installierten Photovoltaikmodule aus China stammten, hatte das Unternehmen im Mai mitgeteilt. Holosolis bezeichnete die Anlage in Hambach unweit von Saarbrücken als Europas künftig größte Photovoltaik-Gigafabrik.

© dpa
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