Das Duell der Unbequemen: Mainz 05 will Unions Serie brechen

Nach der unerwartet sorgenlosen Saison 2021/2022 präsentiert sich Mainz erstmals seinem Heimpublikum. Allerdings erneut ohne Offensivtalent und Publikumsliebling «Jonny» Burkardt.
Bo Svensson, Trainer vom FSV Mainz 05. © Tim Rehbein/dpa/Archivbild

Der Spaßfaktor gegen die Eisernen hält sich für den Gegner meist sehr in Grenzen - der FSV Mainz 05 weiß also, was auf ihn im ersten Heimspiel dieser Bundesliga-Saison zukommt. «Es gibt nicht so viele Vereine, die gerne gegen Union spielen. Es ist nicht so schwer auszurechnen, was die wollen und was die spielen. Aber sehr, sehr schwer, gegen die zu spielen», sagte Trainer Bo Svensson vor der Partie der Rheinhessen gegen die Berliner am Sonntag (15.30 Uhr), zu der etwa 25.000 Zuschauer erwartet werden.

Aber der 43 Jahre alte Däne, ganz der einst kompromisslose Innenverteidiger, zählt auch auf die eigene unbequeme Spielweise und ergänzte am Freitag trocken: «Ich glaube auch nicht, dass so viele Vereine gibt, die gerne gegen uns spielen.»

In der vergangenen Saison hatten die Mainzer nur zwei Heimniederlagen kassiert - eine davon beim 1:2 gegen Union. Zudem gewannen die Berliner, die zum Saisonauftakt die Hertha mit 3:1 bezwangen, vier der bisherigen sechs Liga-Spiele gegen die Nullfünfer. Zudem kommt das Team von Chefcoach Urs Fischer mit einer Serie von saisonübergreifend acht ungeschlagenen Spielen (sieben Siege, ein Remis) und kann nun einen Vereinsrekord aufstellen. Die letzte Niederlage setzte es am 19. März bei den Bayern (0:4).

Die Mainzer aber sind mit dem 2:1 in Bochum ebenfalls gut gestartet - und haben personell mehr Möglichkeiten als die erfolgreiche vergangene Spielzeit, die sie als Tabellenachter abgeschlossen hatten. «Wir wollten uns diese Saison in der Breite besser aufstellen, dass der Konkurrenzkampf größer ist als im letzten Jahr», erklärte der 43 Jahre alte Svensson. «Man kann es sich nicht leisten, vom Gas runter zu gehen, weil dann ein anderer um die Ecke kommt.»

Auch deshalb wollte Svensson Kapitän Silvan Widmer, der nach einer Magen-Darm-Erkrankung zurückkehrt, öffentlich keine Startelfgarantie geben. Erneut verzichten muss sein Team auf Jonathan Burkardt (Oberschenkelzerrung). Der U21-Europameister mache aber «gute Fortschritte», so Svensson. Auch Danny da Costa, der an der gleichen Verletzung laboriert, fehlt am zweiten Spieltag.

Angesichts der gestiegenen internen Rivalität hat es auch der frühere Union-Stürmer und Svensson-Landsmann Marcus Ingvartsen weiter schwer, zum Zug zu kommen. Zumal Karim Onisiwo in Bochum mit zwei Toren glänzte. «Mein Ziel ist es, auf jeden Fall jetzt endlich mal zweistellig zu treffen», sagte der 30 Jahre alte Österreicher im «Bild»-Interview über den weiteren Saisonverlauf.

© dpa
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