1. FC Kaiserslautern hält Kontakt nach oben

Aufsteiger Kaiserslautern spielt vor dem Duell mit dem KSC in der 2. Bundesliga weiter ordentlich mit. Der Sieg bei Absteiger Bielefeld erfreut Trainer und Spieler. Die Ausbeute ist herausragend.
Ein Fußballspieler spielt den Ball. © Uwe Anspach/dpa/Symbolbild

Der 1. FC Kaiserslautern sorgt in der 2. Fußball-Bundesliga weiter für Furore. Der 3:2 (0:0)-Sieg am Samstagabend beim Schlusslicht Arminia Bielefeld war aber erneut nichts für schwache Nerven: Trotz einer kompletten Halbzeit in Überzahl hatten die Roten Teufel eine 2:0-Führung verspielt, ehe der eingewechselte Daniel Hanslik in der 88. Minute doch den Siegtreffer für den auswärts weiter ungeschlagenen FCK erzielte.

Entsprechend sauer über den Spielverlauf war Kaiserslauterns Trainer Dirk Schuster nach der Partie beim Erstliga-Absteiger. «Was nach den beiden Toren passiert ist, ärgert mich total. Wir haben einem am Boden liegenden Gegner mit beiden Händen wieder hochgeholfen», kritisierte der 54-Jährige.

Bielefelds Bryan Lasme hatte kurz vor der Pause nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote-Karte gesehen. Mit einem Doppelschlag lag der FCK nach Wiederbeginn dann schnell mit zwei Toren vorn. Die Treffer von Philipp Klement (54. Minute) und Aaron Opoku (57.) sorgten aber nur für die vermeintliche Vorentscheidung, denn in der Folge patzte die Schuster-Elf in der Defensive zweimal folgenschwer. Erst spielte Boris Tomiak Masaya Okugawa den Ball praktisch in die Füße und Robin Hack erzielte nach einer Stunde den Anschlusstreffer. Zwölf Minuten später foulte Kenny Prince Redondo Lukas Klünter im Strafraum, Hack nutzte den fälligen Strafstoß zum 2:2.

«Da hat sich bei mir das Gefühl breit gemacht, das Spiel sogar noch zu verlieren. Es stimmt mich nachdenklich, dass man bei einer 2:0-Führung und einem Mann mehr die Spielkontrolle herschenkt. Wir werden das analysieren müssen», sagte Schuster.

Torwart Andreas Luthe, der seine Mannschaft in Abwesenheit des gelb gesperrten Jean Zimmer als Kapitän auf das Feld geführt hatte, schlug in dieselbe Kerbe wie sein Coach. «Grundsätzlich hatte es nur mit uns zu tun, dass Bielefeld noch mal zurück ins Spiel gekommen ist. Wir waren nach dem 2:0 schlampiger im Passspiel und haben erst nach dem 2:2 wieder kompakter verteidigt», sagte er. «Insgesamt können wir natürlich froh sein, dass wir hier am Ende noch gewonnen haben.»

Mit 23 Punkten klopft der Aufsteiger nun sogar in der Tabelle oben an, nur noch vier Zähler beträgt der Rückstand auf den 1. FC Heidenheim auf Platz drei. «Das ist eine tolle Ausbeute, die uns - glaube ich - nur wenige zugetraut haben. Wir können mit einem positiven Gefühl in die letzten beiden Spiele gehen. Vom Aufstieg redet bei uns aber keiner», sagte Luthe.

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den Lauterern sowieso nicht. Bereits am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) kommt es im Fritz-Walter-Stadion zum Südwestderby gegen den Karlsruher SC, der mit vier Niederlagen in Folge im Gepäck auf den Betzenberg reist. «Das war insgesamt ein unglaubliches Jahr für den Verein. Es wäre schön, wenn wir das letzte Heimspiel für die Zuschauer und den Club auch noch mal positiv gestalten könnten», sagte Luthe.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Fußball news
TSG 1899 Hoffenheim: Breitenreiter wünscht sich in der Krise «mehr Reibereien»
Job & geld
Neue Arbeitswelten: Ciao Homeoffice: So gelingt der Umzug zurück ins Büro
Tv & kino
Satiriker: Böhmermann: Rückzug wie von Raab «erstrebenswert»
Musik news
Musikpreis: Beyoncé greift nach spektakulärem Grammy-Rekord
Musik news
Musik: Viel Pop, etwas Country: Bewährter Mix von Shania Twain
Auto news
Sieger beim Green NCAP 2022: Klein vor groß
Internet news & surftipps
Quartalszahlen: Apple, Amazon und Alphabet enttäuschen Börse
Internet news & surftipps
Alphabet: Google macht seine ChatGPT-Konkurrenz startklar