Schlüsselübergabe für Leibniz-Zentrum: Aus RGZM wird LEIZA

Schlüsselübergabe am Mainzer Forschungsmuseum für Archäologie: Damit beginnt eine neue Ära für die 1852 gegründete Einrichtung. Dazu gehört auch ein neuer Name.
Gäste stehen bei der offiziellen Schlüsselübergabe vor dem Gebäude des neuen Leibniz-Zentrums für Archäologie am Rande der Mainzer Altstadt. © Frank Rumpenhorst/dpa

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) in Mainz heißt von 2023 an Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA). Das RGZM benenne nur einen kleinen Ausschnitt der Bandbreite der Forschung der Institution und bilde die Zugehörigkeit zur Leibniz-Gemeinschaft nicht ab, erläuterte Generaldirektorin Alexandra Busch am Mittwoch den Namenswechsel nach 170 Jahren. «Wir arbeiten auf drei Kontinenten mit 2,6 Millionen Jahren.»

Ziel der Forschung sei es, «menschliches Verhalten, Handeln und Veränderungen von Gesellschaft besser zu verstehen», sagte Busch bei der feierlichen Schlüsselübergabe für das 60 Millionen Euro teure Gebäude im Süden der Altstadt. «Die Inbetriebnahme des Neubaus ermöglicht einen Quantensprung für Forschung, Forschungsinfrastruktur und Transfers.»

Der Umzug aus dem Kurfürstlichen Schloss in den nach sieben Jahren Bauzeit fertiggestellten Neubau soll am 4. Oktober beginnen und bis zum Jahresende abgeschlossen sein. «Die eigentliche Arbeit für die Mitarbeitenden fängt jetzt erst richtig an», sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Der SPD-Politiker nannte das neue Gebäude einen Meilenstein für das Institut und für die Stadt. Spätestens 2024 werde die Dauerausstellung zu sehen sein, sagte Hoch. Darin werde es um das «Zusammenleben» gehen, «den Kitt, der uns als Gemeinschaft zusammenhält», kündigte Busch an. «Es geht um das Menschsein, das Miteinander in der Gesellschaft.»

Bau- und Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) nannte den Neubau einen «zusätzlichen Hingucker in Mainz», der kulturelle und wissenschaftliche Nutzung vereinbare. Am Eingang der Stadt sei ein einzigartiges Ensemble der Geschichte entstanden, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) und verwies auf das benachbarte Museum für Antike Schifffahrt, die Zitadelle mit dem Drususstein und das Römische Theater.

In dem Leibniz-Zentrum für Archäologie soll ein deutschlandweit einzigartiger Ort für internationale Forschung, Museen und einen lebendigen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entstehen.

Die gesamte Nutzfläche umfasst rund 9700 Quadratmeter. Davon entfallen nahezu 3000 Quadratmeter auf die Ausstellungsbereiche, 1300 Quadratmeter auf archäologische Werkstätten und etwa 1250 Quadratmeter auf die Bibliothek. Die Bibliothek geht beim Umzug voran: Etwa vier bis fünf Wochen lang werden mehr als 200.000 Bücher und andere Medien ins neue Haus gebracht. Neun Kilometer Regalfläche sollen frei zugänglich sein und aus der Fachbibliothek ein internationales Studienzentrum entwickelt werden, wie Busch sagte.

Den Büchern folgen Werkstätten und Büros sowie die Sammlung des RGZM. Die mehr als 220 000 Objekte wurden seit der Schließung des bisherigen Museums im Jahr 2017 über mehrere Stationen gereinigt, mit Inventarbüchern abgeglichen, einer Generalinventur unterzogen, digitalisiert und umzugssicher verpackt.

© dpa
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