«Rhein in Flammen»: Veranstalter und Polizei zufrieden

Nach jahrelanger Corona-Pause hatten sich viele schon lange auf das Feuerwerksspektakel «Rhein in Flammen» gefreut. Fast hätten Niedrigwasser und Trockenheit einen Strich durch die Rechnung gemacht - nun ging die Veranstaltung mit verändertem Konzept über die Bühne.
Nur wenige Schiffe liegen beim Großfeuerwerk „Rhein in Flammen“ am Fuß der Festung Ehrenbreitstein. © Thomas Frey/dpa/Archivbild

Das wegen Trockenheit und Niedrigwasser mit verändertem Konzept an den Start gegangene Spektakel «Rhein in Flammen» ist ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne gegangen. Die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH zog am Sonntagmorgen eine positive Bilanz, auch das Wasser- und Schifffahrtsamt Rhein sowie die Wasserschutzpolizei zeigten sich zufrieden.

Insgesamt lockte die Veranstaltung mit Feuerwerken und einer ganzen Reihe an Festen entlang des Flussufers zwischen Koblenz im Norden und Spay beziehungsweise Braubach im Süden laut Rheinland-Pfalz Tourismus an Land rund 100.000 Besucher an. In Koblenz waren zudem 27 Schiffe auf dem Rhein unterwegs, um dort vor allem das Feuerwerk auf der Festung Ehrenbreitstein vom Wasser aus zu sehen.

Er sei sehr zufrieden, dass es im Laufe der vergangenen Woche gelungen sei, mit allen Sicherheitsbehörden ein geändertes Veranstaltungsformat auf die Beine zu stellen, sagte der Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Stefan Zindler, der Deutschen Presse-Agentur. Die Rahmenbedingungen seien in diesem Jahr herausfordernd gewesen.

Die Zahl der Feuerwerke war von sieben auf fünf verringert worden, auch der sonst übliche Schiffskonvoi auf dem Rhein-Abschnitt nach Koblenz, an dem mehr als 35 Schiffe mit insgesamt etwa 10 000 Gästen an Bord teilnehmen sollten, war abgesagt worden. Letztlich stellten sich nach Veranstalterangaben dann 27 Schiffe zum Höhenfeuerwerk um 23 Uhr auf der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein auf.

Die Abschussorte für die Feuerwerke in Spay, Braubach und Koblenz-Stolzenfels waren näher ans Rheinufer gerückt worden, um das Brandrisiko zu verringern. In Koblenz wurde darüber hinaus beim Feuerwerk auf Pyrotechnik verzichtet, die erst spät im Fall und damit in Bodennähe verglüht. Dort hatte die Feuerwehr außerdem kurz vor und nach dem Feuerwerk umliegende Flächen vorsichtshalber gewässert.

«Wir sind sehr zufrieden, dass nun trotz des Niedrigwassers alles so gut gelaufen ist und wir auf dem Wasser einen sicheren Veranstaltungsraum zur Verfügung stellen konnten», sagte Ralf Schäfer vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein in Bingen. Auch die Wasserschutzpolizei meldete keine besonderen Vorkommnisse. Die Polizei in Koblenz zog ebenfalls eine insgesamt positive Bilanz und lobte das Konzept der Veranstaltung. Im Anschluss sei es indes in Koblenz noch zu zahlreichen «alkoholbediguten Körperverletzungsdelikten» gekommen. Unter anderem habe es an einem zentralen Platz eine Schlägerei mit rund 20 Beteiligten gegeben, hieß es.

© dpa
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