Tötungsfall Diana Bodi weiter ungeklärt: Suche nach Zeugen

Der gewaltsame Tod von Diana Bodi bleibt auch nach knapp zwei Jahren ungeklärt. Die Polizei geht nach wie vor davon aus, dass die 48-jährige Ungarin Opfer eines Gewaltdelikts wurde und ermittelt weiterhin in dem Fall, wie ein Sprecher der Polizei in Kaiserslautern am Freitag mitteilte. Die Leiche der Frau war am 14. Dezember 2020 zu einem Bündel verpackt in einer Seitengasse nahe des Hauptbahnhofs in Kaiserslautern gefunden worden.
Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Drei Tage zuvor hatte die Ungarin eine Zugreise aus Stuttgart nach Trier-Saarburg angetreten, wo sie eine neue Stelle annehmen wollte. Die Frau war Ende November 2020 nach Deutschland gekommen, um in der Nähe von Stuttgart als private Altenpflegerin zu arbeiten. Weil ihr Regionalzug eine größere Verspätung hatte, halten die Ermittler es für denkbar, dass die Frau versehentlich in Kaiserslautern ausgestiegen war. Zum Zeitpunkt ihrer dortigen Ankunft wäre ihr Zug nach regulärem Fahrplan in Trier angekommen, sagte der Polizeisprecher. Demnach ist eine Theorie der Ermittler, dass sie ohne Geld und funktionierendes Handy nach einer Übernachtungsmöglichkeit in Kaiserslautern suchte.

Im Juli 2021 veröffentlichte die Polizei ein Überwachungsvideo, das einen Mann zeigt, der am folgenden Abend mehrfach vor einem Parkhaus in der Nähe des späteren Fundortes der Toten unterwegs war. Auf einer der Aufnahmen zieht dieser einen Einkaufswagen. Auf der unteren Ablage des Wagens ist ein größerer weißer Gegenstand zu sehen, der laut Polizeisprecher dem Bündel ähnelt, in dem die Leiche später gefunden wurde. Auch Weg-Zeit-Berechnungen würden diese Theorie nahelegen, hieß es, wenngleich es sich nicht sicher um den Täter handeln müsse. Die Identität des Mannes ist weiter ungeklärt.

Im Mai dieses Jahres meldete sich eine Frau aus den Niederlanden bei den Ermittlern, die durch die Fernsehsendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst» auf den Fall aufmerksam geworden war. Sie hatte zur fraglichen Zeit am Kaiserslauterer Hauptbahnhof mit dem späteren Opfer gesprochen und sie mit ihrem Handy telefonieren lassen. Sie habe zudem beobachtet, wie die 48-Jährige sich an eine Personengruppe wandte. Am folgenden Morgen gab es mit der Kreditkarte des Opfers zwei versuchte Abhebungen an einem Geldautomaten im Hauptbahnhof, bei denen unklar ist, ob die Ungarin selbst oder ein anderer sie tätigte.

«Es sind noch längst nicht alle Fragen geklärt. Unser Ziel ist es, den Mörder von Diana Bodi ausfindig zu machen», sagte der Polizeisprecher laut Mitteilung. Die Ermittler suchen nach Zeugen, die bei der Aufklärung der Tat helfen können.

© dpa
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