LSB fordert Unterstützung für Vereine in Energiekrise

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) hat wegen der aktuellen Energiekrise die Landesregierung zur Unterstützung für seine Sportvereine aufgefordert. Den dringlichen Appell vom Mittwoch unterstützen auch die regionalen Sportbünde Rheinland, Rheinhessen und Pfalz. Notwendig sei die Berücksichtigung des Sports im Energieentlastungspaket sowie ein Energiekostendeckel und zusätzlich auf Landesebene schnellstmöglich ein finanzielles Hilfsprogramm der Landesregierung für Sportvereine, die aufgrund der Energiekrise in Not geraten sind bzw. geraten werden.
Kinder spielen auf einem Kunstrasenplatz Fußball. © Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

 «Wenn keine Hilfen vom Land kommen, werden in Rheinland-Pfalz demnächst Sportvereine von der Landkarte verschwinden. Besonders solche mit eigenen Sportanlagen befürchten teilweise ein kurzfristiges Aus», sagt LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick in einer Mitteilung. 

Seit Wochen gehen demnach vermehrt Meldungen der Sportvereine bei den regionalen Sportbünden ein. Die Betroffenen drücken darin ihre große Sorge um ihre Zukunft aus. «Spätestens ab Anfang 2023 müssen die Vereine staatliche Hilfen in Anspruch nehmen können. Ansonsten besteht die Gefahr, dass viele Vereine eiskalt erwischt werden und ihre Abschläge für Strom, Heizung und Warmwasser in kürzester Zeit nicht mehr bezahlen können», sagte LSB-Hauptgeschäftsführer Christof Palm. Nur ein Dreiklang aus Einsparungen, einem höheren Einsatz eigener Mittel und staatlicher Hilfsprogramme könne die Existenz sichern. 

Die Energiekrise sei von einem ganz anderen Kaliber für den organisierten Sport als beispielsweise die Corona-Pandemie, in der die Vereine schon unterstützt werden mussten. «Gerade in Verbindung mit der hohen Inflation treffen die explodierenden Kosten die Vereinsmitglieder auch privat. Ein einfaches Umlegen gestiegener Energiepreise auf die Mitgliedsbeiträge wird deshalb weder sinnvoll noch möglich sein», erläutert Palm. Die Vereine seien sehr kreativ beim Energiesparen, doch allein könnten sie die Krise nicht bewältigen, betonte der Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn. Erste vorliegende Vereinsbeispiele zeigen durchschnittlich eine Verdreifachung von Energiekosten, Extrembeispiele reichen gar bis zu einer Verzehnfachung. 

© dpa
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