Mainz 05 hofft in Köln auf Ende der Auswärtsmisere

Am 30. Oktober 2021 hat der FSV Mainz 05 beim 2:1 in Bielefeld letztmals ein Auswärtsspiel gewonnen. Diese Serie soll endlich enden. Doch in Köln wartet eine sehr schwere Aufgabe auf die Rheinhessen.
orschütze Silvan Widmer von Mainz (2. v. l.) feiert seinen Treffer zum 1:1 mit seinem Team. © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Die anhaltende Auswärtsmisere des FSV Mainz 05 nervt Trainer Bo Svensson gewaltig. Im Bundesliga-Gastspiel beim 1. FC Köln bietet sich den Rheinhessen an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) zum dritten Mal innerhalb einer Woche die Chance, endlich den ersten Sieg in der Fremde seit Ende Oktober zu landen. Doch haben die zwei Tage nach dem 1:2 beim FC Augsburg ausgereicht, um die auswärts zuletzt vermisste hundertprozentige Bereitschaft bei den Spielern hervor zu kitzeln? Svensson nimmt sich zumindest selbst in die Pflicht: «Letztlich liegt das in meiner Verantwortung», sagte der 05-Coach am Freitag.

In erster Linie setzt der Däne aber auf die Eigenmotivation seiner Profis. «In Köln zu spielen, ist Fußball pur. Dort herrscht die beste Stimmung, die es überhaupt gibt. Wenn man auf eine solche Aufgabe keinen Bock hat, ist man im falschen Beruf», appellierte Svensson. Selbst die müden Beine der Spieler dürften keine Ausrede sein, zumal diese nach einem freien Donnerstag und den entsprechend angepassten Trainingseinheiten am Freitag rechtzeitig wieder frisch sein sollten.

Dass Svensson die Aufgabe am Samstagnachmittag für die schwierigste in der englischen Woche hält, liege nicht daran, dass es sich um das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen handele, sondern an der Qualität des Gegners. «Ich finde, Köln ist die stärkste dieser drei Mannschaften», sagte er.

Dafür sprächen nicht nur die bislang 40 Punkte des FC, sondern auch scheinbar einander entgegenstehende Statistiken wie Ballbesitzzeit und Sprints gegen den Ball - in beiden Ranglisten stehen die Kölner an dritter Stelle. Die Spielweise und die Unterstützung durch die Fans ergäben «ein großes Paket», sagte Svensson und betonte: «Dort zu spielen ist noch krasser als in Gladbach oder Augsburg.»

Für die Mainzer bedeutet dies: Wollen sie ihr Saisonkonto von 38 Punkten aufstocken, müssen sie das «Zweite-Halbzeit-Gesicht» aus dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach (1:1) über die gesamten 90 Minuten zeigen. Also die Leistung, zu der sie im eigenen Stadion fähig sind, auf ein Auswärtsspiel übertragen.

Warum das in dieser Saison so selten funktioniert hat, lasse sich nicht mit einer einzigen Aussage erklären. «Darauf gibt es wahrscheinlich mehrere richtige Antworten, man kann nicht einen Grund für die gesamte Mannschaft nennen, die Spieler sind ja unterschiedliche Charaktere», sagte Svensson. Gefallen habe ihm aber der selbstkritische Umgang der Profis mit den jüngsten Leistungen. Das sei der richtige Ansatz. «Wir müssen den Blick stärker nach innen richten», forderte er.

© dpa
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