Schulstart im Saarland: Mehr ABC-Schützen und G9

Ohne Corona-Maßnahmen, mit mehr Schülern, G9 und digitalen und analogen Bildungsmedien parallel: So startet das Saarland in das neue Schuljahr.
Eine Schülerin meldet sich im Unterricht. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Im Saarland sind an diesem Montag die die großen Ferien vorbei, dann drücken auch 8946 ABC-Schützen die Schulbank. Das sind 385 mehr als im Vorjahr. Insgesamt verzeichnet das Bildungsministerium im Schuljahr 2022/2023 wachsende Schülerzahlen: An den saarländischen Schulen gibt es 92 668 Schülerinnen und Schüler - ein Plus von 1869.

Unter anderem ist dies auf die Zuwanderung durch den Krieg in der Ukraine zurückzuführen: Laut Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) seien vor allem die Grundschulen mit 606 Kindern und die Gemeinschaftsschulen mit 565 betroffen. An den Gymnasien gebe es 263 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine.

Das neue Schuljahr startet im Saarland ohne spezielle Corona-Schutzmaßnahmen - also ohne Masken- und Testpflicht. Nach eigenen Angaben will die Ministerin auch Schulschließungen wegen der Pandemie um jeden Preis ausschließen.

Eine Neuerung gibt es an den Gymnasien: Hier führt die SPD nach dem Regierungswechsel vor wenigen Monaten nun wieder G9 ein. Von der neuen Regelung, wonach das Abitur nach neun und nicht nach acht Jahren gemacht wird, sind alle Schüler betroffen, die nun in die 5. beziehungsweise 6. Klasse kommen. Ab dem kommenden Schuljahr wird dann ab der Klasse 7 das Fach Informatik an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen verpflichtend eingeführt.

Das kommende Schuljahr ist für die Jahrgänge 5 bis 10 als sogenanntes Hybridjahr geplant: Digitale Medien auf Tablets werden dann gepaart mit der Schulbuchausleihe. Die Bildungsministerin kündigte an, dass dieses System Schritt für Schritt gemeinsam mit den Pädagogen erneuert wird. «Das heißt, wir werden prüfen, welche der klassisch gebundenen Schulbücher können wir durch digitale Medien gut ersetzen.» Neu sei dabei, dass auf den Tablets bereits Bildungsmedien aufgespielt seien - digitale Bücher ebenso wie Zugänge zu Lernplattformen. Dies ermögliche einen individuellen Umgang mit Lernangeboten. Streichert-Clivot: «Weil es das so in dieser Form bundesweit nicht gibt, ist es für uns wichtig, Erfahrungen zu sammeln.»

© dpa
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