Volkszählung Zensus beginnt: Interviewer melden sich an

Die erste umfassende Zählung von Einwohnern, Gebäuden und Wohnungen seit elf Jahren beginnt auch in Rheinland-Pfalz. Wer ausgewählt wurde, muss antworten. Die Interviewer melden sich vorher an.
"Zensus 2022" steht auf einem Tablet. © Daniel Karmann/dpa

Die ersten Termine für die Interviews liegen schon in den Briefkästen, nun machen sich auch die «Erhebungsbeauftragten» ausgestattet mit einem amtlichen Zensusausweis nach und nach auf den Weg. Zum ersten Mal seit 2011 werden auch in Rheinland-Pfalz wieder Menschen, Gebäude und Wohnungen gezählt - bis zum 7. August.

An landesweit rund 105.000 repräsentativ ausgewählten Anschriften werden Angaben zu rund 390.000 Bürgern erhoben, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Wer für die Stichprobe ausgewählt wurde, muss auch antworten. Die Teilnahme an der Haushaltsbefragung ist Pflicht. «Die Ergebnisse sind nur dann verlässlich, wenn alle Befragten wahrheitsgemäß antworten», betonte der Präsident des Landesamts, Marcel Hürter.

Die Bewohner von 260 Studenten- und Mitarbeiterwohnheimen sowie 2200 Gemeinschaftsunterkünften werden auch erfasst - vollständig. Dazu gehören Alten- und Pflegeheime, Gefängnisse und Unterkünfte für Schutzsuchende aus dem Ausland. In diesen Einrichtungen machen die Leitungen die Angaben.

In die Wohnheime kommen - genau wie an die ausgewählten Privatadressen - die sogenannten Erhebungsbeauftragten. Die Kommunen und Kreise haben landesweit dafür eigens rund 4000 Interviewer geschult. Die Ehrenamtler bekommen eine Aufwandsentschädigung, was den Job zumindest in Mainz auch für Studierende interessant machen dürfte. Bis zu 1000 Euro seien in der größten Stadt des Landes steuerfrei zu erreichen, hieß es. Bezahlt wird pro Anschrift und befragter Person.

Die Befragung besteht dem Landesamt zufolge aus zwei Teilen: Zunächst werden allgemeine Fragen zu den Mitgliedern des Haushalts gestellt. Fünf bis zehn Minuten soll das dauern. Darüber hinaus gibt es Zugangsdaten für die Online-Übermittlung weiterer Angaben etwa zum Bildungsstand und zur Erwerbstätigkeit. Auch das soll etwa zehn Minuten dauern. Auf Wunsch geht das auch auf Papier.

Alle rund 1,3 Millionen Besitzer von Gebäuden und Immobilien werden direkt vom Landesamt angeschrieben. Auch sie müssen antworten. Die Ergebnisse des Zensus sollen Ende nächsten Jahres vorliegen.

© dpa
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