Studie: In Rheinland-Pfalz mangelt es an Kita-Plätzen

Im kommenden Jahr fehlen in Deutschland einer Prognose der Bertelsmann Stiftung zufolge rund 384.000 Kita-Plätze. Mangel herrscht auch in Rheinland-Pfalz. Bildungsstaatssekretärin Brück zeigt sich aber optimistisch.
Jacken und Rucksäcke hängen in einer Kita im Flur. © Caroline Seidel/dpa/Symbolbild

In Rheinland-Pfalz mangelt es laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung weiterhin deutlich an Kita-Plätzen. Um den Bedarf seitens der Eltern für die Betreuung ihrer Kinder im kommenden Jahr zu decken, müssten voraussichtlich bis zu 26.500 zusätzliche Plätze geschaffen werden, wie sich aus den am Donnerstag veröffentlichten Berechnungen der Bertelsmann Stiftung zu den frühkindlichen Bildungssystemen ergibt.

«Die Zahlen belegen, dass Rheinland-Pfalz den bundesgesetzlich verankerten Rechtsanspruch auf einen Platz in der Kindertagesbetreuung auch bis 2023 nicht für jedes Kind, dessen Eltern einen Bedarf haben, einlösen kann», teilte die Stiftung in Gütersloh mit. Die größte Hürde sei weiterhin der Fachkräftemangel.

Vor allem für die Betreuung von Kindern im Alter unter drei Jahren übersteigt der Bedarf deutlich das Angebot. Um insgesamt genügend Kita-Plätze anbieten zu können, müssten laut der Studie 6700 Betreuer neu eingestellt werden, hierdurch entstünden weitere Personalkosten von fast 291 Millionen Euro im Jahr. Die Betriebs- und mögliche Baukosten kämen hinzu.

«Im Vergleich zu 2013 hat sich der Personalschlüssel in Kindergarten- und Krippengruppen in Rheinland-Pfalz verbessert», sagte Bildungsstaatssekretärin Bettina Brück (SPD) in Mainz. Die Auswirkungen des neuen Kita-Gesetzes seien aufgrund des Erhebungszeitpunktes noch gar nicht im Ländermonitor abgebildet.

Der Fachkräftemangel stelle aber auch die Kitas vor große Herausforderungen, betonte Brück. «Das Ländermonitoring der Bertelsmann Stiftung bestätigt, dass wir gute Lösungsansätze gewählt haben.» So sei die Zahl der Auszubildenden - unter anderem wegen der berufsbegleitenden Ausbildung - deutlich erhöht worden. «Und wir haben die Möglichkeit geschaffen, das pädagogische Personal durch Hauswirtschafts- und Verwaltungsfachkräfte zu entlasten.»

© dpa
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